FateCast Folge 27: Wie die Putten fliegen lernen

Andre monologisiert über die grundlegende Konzeption und den Schreibprozess der neuen Engel-Regeln: Wie läuft das Ganze? Was passiert mit dem Baukasten Fate? Was ist standard, was ist optional? Und wen genau spielt man nun eigentlich?

 

 

Inhalt:

0:02:12– Medien

0:04:04 – Brandland

0:36:20 – Fate Cookie

 

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15 comments

  • Pascal 3. September 2017   Reply →

    Hi!

    Danke für diesen Podcast! Wird es optionale Regeln geben, die die Arkana-Karten (für alle „alten Hasen“) mit einbinden?

    • La Cipolla 3. September 2017   Reply →

      Und gleich mal kalt erwischt. 😉 Das ist tatsächlich ein Diskussionsthema, das wir vorerst nach hinten geschoben haben. Das Folgende ist nur der aktuelle Stand, der sich definitiv noch ändern kann.

      Was es nicht geben wird: Die Arkana-Karten als Teil der Grundregeln, einfach, weil wir allem voran gute, bodenständige Fate-Regeln machen wollen. Für die Fans sind die alten Arkana-Regeln ja auch immer noch sehr funktional, zumindest im Vergleich mit d20. =D

      Was es eventuell geben könnte: Neue, optional einsetzbare Engel-Fate-Spielkarten, die sich konzeptuell zwischen den Arkana-Karten und den Fate-Spielkarten bewegen und sowohl die Würfel der neuen Fate-Regeln ersetzen als auch mit den alten Arkana-Regeln verwendet werden können. Dazu wahrscheinlich ein paar optionale Regeln für Fate-Engel und diese Karten.

      Ist aber wie gesagt noch nicht beschlossene Sache! Vielleicht wird es auch was ganz anderes.

  • Kuniel 3. September 2017   Reply →

    Hi

    Ich habe Engel im Tabletop-setting und auf brandland.de gespielt. Das Setting ist recht umfangreich und die Natur der Engel ist genauso kompliziert. Daher ist meine Frage: Was ist der essentielle narrative Rhythmus in Fate-Core Engel? Was beinhaltet die typische Runde Engel und wie hilft Fate-Core dabei?

    Sind Engel Supersoldaten, die Traumsaat und Ketzer abschlachten? Oder sollen sie inspirierende Figuren in weit-entfernten Siedlungen sein, um sie an ihren Glauben in die Kirche zu erinnern? Sollen Spieler als Engel moralistische Entscheidungen treffen oder einfach den Anweisungen der Kirche folgen? Und was ist mit den internen Konflikten der Engel und deren Herkunft?

    • La Cipolla 3. September 2017   Reply →

      Es folgen leichte SPOILER für das grundlegende Engel-Setting!

      Ich ziehe die zweite Frage vor: „Sind Engel […]?“
      Wir wissen, dass die Engel schon seit der ersten Veröffentlichung sehr unterschiedlich gespielt werden, und werden uns hüten, den Fans nach 10+ Jahren zu sagen, dass sie FALSCH spielen. Tatsächlich haben wir besprochen, welche Spielstile üblich sind, und haben sie in drei „Subgenres“ zusammengefasst: Krieg, Coming of Age und Superhelden. Alle drei werden ausführlich erklärt, mit Merkmalen, typischen Motiven als Inspiration und Empfehlungen für optionale Regeln. Sie können natürlich in beliebigen Anteilen vermischt werden.
      Ich persönlich denke, die meisten Spielgruppen nutzen Versatzstücke aller drei Subgenres (und dass diese Mischung Engel ausmacht), aber ich weiß auch, dass es Gruppen gibt, die den übermenschlichen Superhelden-Part zugunsten eines „düsteren“ Kriegspiels herunterschrauben, andere, die den Coming-of-Age-Part herauslassen, weil sie keinen Bock auf Romantik oder Teenage Angst haben, und wiederum andere, die einfach nur Käfer mit Superkräften schlachten und so etwas Licht in die triste Zukunft tragen wollen. Und das ist okay. Die Regeln unterstützen alle drei Subgenres und Mischformen, oder sind zumindest so angedacht. 😉

      Der narrative Rhythmus ist ein sehr interessantes Thema, danke dafür!
      Wie schon im Podcast angesprochen soll es grundlegend erst einmal einen möglichst zugänglichen Standard geben: Engel der fünf großen Orden kämpfen im Auftrag der Kirche. Das hat die Konsequenz, dass das übliche (!) Szenario genau einen solchen kirchlichen Auftrag umfasst. Dafür gibt es einen Baukasten, der hilft, spezifische Missionen und Komplikationen zu finden, die, wie üblich bei Fate, gut zu den Aspekten der Spielercharaktere passen. In diesem Rahmen entstehen dann auch die typischen Konflikte zwischen einzelnen Engeln, moralische Dilemmata usw.
      Allerdings wird auch schon in den Grundregeln angesprochen, a) wie sich ein Szenario aufbauen lässt, das nicht auf einem kirchlichen Auftrag basiert, und b) dass Konflikte oder ein Bruch mit der Kirche nicht ganz unüblich für eine Engel-Kampagne sind, und wie man damit umgehen sollte. Einen allzu festen Ablauf gibt es hier aber nicht mehr. Wie üblich gilt: Anfängern halten wir die Hand, Fortgeschrittene haben das nicht mehr ganz so dringend nötig. Hauptsache, die notwendigen Regeln sind da.

    • Kuniel 3. September 2017   Reply →

      Danke für die Antwort 🙂 !

      Ich muss zugeben, dass meine Einstellung, was Game-Design angeht, ein wenig anders ist als was im Podcast hier präsentiert wurde. Das soll nicht heißen, dass ich irgendwas kritisieren will. Es ist wirklich mehr eine alternative Perspektive, die ich hier anbieten will.

      Der Grundbaustein soll also sein: Fünf Engel vollführen eine Mission für die Kirche. Die erste Frage, die mir da in den Sinn kommt ist: Was mache ich, wenn ich nicht fünf Spieler am Tisch sitzen habe? Danach, wie soll man mit der Nischen-Charakterisierung der Orden umgehen als SL? Und die nächste Frage ist: Was passiert nach der ersten Mission für die Kirche? Falls die Spieler nie daran interessiert sind gegen die Kirche zu rebellieren oder falls der Spielleiter es nicht hervorhebt, dass die Kirche nicht unbedingt auf der „guten Seite“ sind, ist das Spiel ja dann eine Serie von Missionen . Soll das Spiel dann so eine Art Missions-Phase und Ruhe/Vorbereitung-für-die-nächste-Mission-Phase haben wie Blades In The Dark oder The Sprawl z.B.? Allein der Grundbaustein hier ist, denke ich, kompliziert genug, um ein ganzes Buch zu füllen (zumindest wenn es Regeln und einen How-To-Guide beinhalten).

      Und ich denke, da ist der Ansatz.

      All diese „optionalen Regeln“ wie zu Krieg z.B. … Das ist weit jenseits der Schwelle, die Spieler und Spielleiter überschreiten müssen, um Interesse am Spiel zu finden. Ich würde mich erstmal auf die Grundformel konzentrieren.

      Ehrlich gesagt finde ich es mutig, dass ihr versucht Engel mit FateCore zu interpretieren. Das Setting ist grandios. Keine Frage. Aber es spielerisch irgendwie unter einen Hut zu bekommen… Das hat mir in der Vergangenheit einfach nur Kopfzerbrechen bereitet.

      • La Cipolla 4. September 2017   Reply →

        Sorry, ein Missverständnis: Nicht fünf Spieler, sondern fünf spielbare Orden sind der Standard. Das habe ich wahrscheinlich auch schon im Podcast falsch gesagt. Die übliche Spieleranzahl ist diesmal pragmatischer „geregelt“ als in den ersten Veröffentlichungen.

        Ich denke, die einzelnen Punkte zu erläutern, würde an dieser Stelle zu weit führen. Ich bedanke mich aber schon einmal und werde sie im Hinterkopf behalten, wenn ich die Regeln überarbeite! Der Zeit zwischen den Missionen ein wenig mehr Struktur zu verleihen, ist bspw. ein ansprechender Gedanke.
        Stattdessen ein kurzer Kommentar zu meiner persönlichen Design-Philosophie in diesem spezifischen (!) Projekt: Fate-Engel soll kein so klar definiertes Konzeptspiel wie Blades in the Dark sein. Das würde sich mit unserem Ziel beißen, durch die neuen Regeln möglichst viele der alten Engel-Fans abzuholen, die diese Welt stets als eine sehr offene verwendet haben, auch was ihre persönlichen Spielstile und Kampagnen angeht. Das Spiel stand und steht also noch immer seicht in der Tradition der klassischen Rollenspiele, gerade auch der deutschen. Das mag auf den ersten Blick im Widerspruch mit Fate zu stehen, aber eigentlich ist Fate selbst ja auch schon so ein kleiner Grenzgänger, was klassische und moderne Regeln angeht.
        Für die Praxis hat genau das diesen Mittelweg hervorgebracht: Ein klarer und zugänglicher Standard für neue Spieler, offenere (und optionale) Regeln für Alteingesessene und Fortgeschrittene. Die drei Subgenres bspw. sind allem voran eine Hilfe, die neuen Lesern erklären soll, was Engel sein möchte und sein kann. Eine Auswahl zu treffen, ist für sie erstmal nur ein Infokasten.

        Generell bin ich übrigens selbst ein großer Fan von hochgradig fokussierten Rollenspielen, denke aber auch, dass man diese Entscheidung von Spiel zu Spiel treffen kann. Es ist nicht so, dass Engel als Konzeptspiel nicht funktionieren würde oder keine Vorteile hätte … aber es würde wahrscheinlich eine Menge von dem verloren gehen, was das Spiel überhaupt erst so beliebt gemacht hat. Also, mal ganz abseits der berüchtigten deutschen Rollenspielermentalität, die man als (wirtschaftlichen) Faktor nicht unterschätzen sollte.

      • La Cipolla 4. September 2017   Reply →

        Huch! Eine kurze Ergänzung noch, weil ich im Internet gern mal etwas schroffer herüberkomme als intendiert: Letztendlich hoffe ich, dass wir ein Engel zusammenkriegen, das der Spielwelt gerecht wird und einen echten Mehrwert für alle Spieler bietet, alte wie neue. Insofern vielen Dank für die interessierten Fragen und Sichtweisen! 🙂 Wir sind tatsächlich in einer Phase des Designs, in der sowas durchaus noch Einfluss nehmen kann. Zwar werden wir nicht mehr das grundlegende Konzept umstellen, aber oft ist das kleine „Wie?“ ja genauso entscheidend wie das große. Insofern vielen lieben Dank! Und ich bin sehr gespannt, was du am Ende von den neuen Büchern hältst. 😀

    • Kuniel 4. September 2017   Reply →

      Der letzte Kommentar wirkte nicht „schroff“, meiner Meinung nach 😉 . Ich meine, letztendlich kann ich nur meine Perspektive hier anbieten. Und es ist nicht so als hätte ich irgendeine magische Formel für game-design parat, die ich hier verteidigen will. Und mit Entscheidungen wie eben ob die Fate-Core-Version von Engel Konzept-fokussiert ist oder nicht gibt es keine richtige oder falsche Antwort. Das ist einfach eine Entscheidung, die man treffen muss, wenn man so ein Regelwerk dazu schreibt. Die Bürde sich darüber den Kopf zu zerbrechen gebührt nicht mir 🙂 .

      Ich hab jetzt eine Nacht darüber geschlafen und es gibt eine Frage, die ich noch hinzufügen will:

      Was ist mit dem Metaplot des Spiels? Irgendwelche Pläne jenen zu ändern, fortzusetzen usw.? Du hattest ja erwähnt, dass du die originalen Engel-Spieler zurückgewinnen willst. Und man sieht ja gerade mit dem wiederbelebten White Wolf wie es mit der fünften Edition von Vampire: The Masquerade umgeht, dass Metaplot ein relevantes Element von einem erzählerischen Spiel ist. Das soll nicht heißen, dass ein Fokus darauf gut ist wie manche Bücher von White Wolf in den 90iger Jahren zeigen. Ich persönlich denke, dass Metaplot in einem RPG praktische eine „damned if you do, damned if you don’t“-Sache ist. Es hat beides seine Vor- und Nachteile. Aber es ist ein essentieller Teil des Spiels am Ende.

      • La Cipolla 5. September 2017   Reply →

        Das kann ich relativ knapp beantworten: Da wir zumindest vorerst nur zusammenfassen, überarbeiten und mit Fate anreichern wollen, was bisher erschienen ist, ist auch der Metaplot ein wichtiger Teil des neuen Engels, wenn wir auch etwas freier damit umgehen. Im Video, das auch in den Shownotes verlinkt ist, wird schon ein bisschen was über eine eventuelle „Zweite Staffel“ gesagt, aber das ist erst einmal Zukunftsmusik.
        Zum Metaplot gibt es nur wenige Unterschiede:

        – Der fortlaufende Plot „durch die Bücher hinweg“ weicht einer kompletten Timeline, die sich schon im ersten Buch befindet, einschließlich einem Batzen an „Schwarzen Seiten“, die alle großen Geheimnisse auflösen. Die folgenden Bücher detaillieren das lediglich weiter. Zumindest Staffel Eins ist also in sich geschlossen, keine Fortsetzungsreihe wie die erste Edition.
        – Der Metaplot in seiner klassischen Form muss natürlich nicht verwendet werden. Das drückt sich u.a. darin aus, dass er sprachlich nie „gefordert“, sondern immer nur empfohlen wird, dass die Ereignisse der letzten Romane zwar nicht dekanonisiert werden (wie sich einige Spieler gewünscht hatten), aber dass wir durchaus alternative Ideen anbieten, die großen Geheimnisse aufzulösen, und das ganz Fate-typisch auch diskutiert wird, wie man mit Geheimnissen und Metaplot umgeht, wenn die Spieler mehr direkten Einfluss auf die Geschichte haben sollen.
        – Das Spielweltjahr, in dem in den alten Grundbüchern die Kampagnen starten, bleibt auch hier der Standard. Alternativ gibt es allerdings ein paar knappe Hinweise für Gruppen, die Engel in anderen Epochen spielen wollen, von den frühen Tagen der Kirche über die Invasion Britanniens bis hin zum „Endkampf“ aus den Romanen.

        Vielen Dank!

  • DeadMatt 6. September 2017   Reply →

    ich muss gestehen, dass ich vorher Engel nicht kannte. Also GARNICHT!
    Alles was so sonst im Podcast erwähnt wurde, war für mich dann auch ehr unwichtig da ich das Setting nicht kannte. Habe aber nun nach den ersten Minuten der Folge mir kurz ein Bild auf Brandland gemacht und dann die Folge zu Ende gehört und muss sagen: ich bin getriggerd! gerne noch eine Folge zum Setting selbst 😀
    Ich halte es weiter im Blick! 🙂

    • La Cipolla 6. September 2017   Reply →

      He, das hört man natürlich gerne! =D
      Wir werden definitiv noch mindestens eine Folge machen (dann auch allgemeiner zum Spiel), aber wahrscheinlich erst, wenn die Veröffentlichung tatsächlich näherrückt.

  • Werner 9. September 2017   Reply →

    Gerade macht mich ein Kumpel auf den Podcast aufmerksam. Wow, danke für die Lorbeeren für das doch arg in die Jahre gekommene brandland.de (steht da wirklich „last change 2007 beim statischen Content? Herrje!).
    Wie im Podcast bschrieben ist da gerade nicht so viel los (obwohl ein paar treue und teure Leute sind immer noch dabei, im Forum zu spielen – danke an alle die!) , entsprechend sorge ich derzeit nur dafür, dass die Seite weiter online bleibt und die Infrastruktur halbwegs aktuell bleibt. Ich habe den Podcast mal zum Anlass genommen, die alten Cartoons von Dimitar Stoykow wieder online zu schalten, welche offensichtlich den letzten Serverumzug nicht überlebt hatten.

    Ich bin sehr gespannt auf Engel@Fate – danke für die Mühen!! Und wer weiß, vielleicht belebt das ja das Forum tatsächlich wieder. Falls da bedarft herrscht, würde es sich natürlich anbieten zu versuchen, auch das mal zu modernisieren!

    • La Cipolla 11. September 2017   Reply →

      Das wäre natürlich großartig! Wenn die Veröffentlichung näherrückt, kann man ja auch noch mal drüber reden, ob man das irgendwie ankurbeln kann. =) Vielen Dank für die Arbeit jedenfalls, ist eine gute Plattform!

  • Sabrina 11. September 2017   Reply →

    Ich weiß gar nicht wo ich Anfangen soll. Ich glaube erst mal das ich meine große Erleichterung Ausdrücken muss, den so wie Du das beschreibst muss ich in fast allen Punkten zustimme. Ich muss ehrlich gestehen das ich schon etwas skeptisch bin was die Umsetzung betrifft aber auch sehr neugierig – den eigentlich würde Fate eine Lücke abdecken die mir bisher nicht zu schließen gelang. Zumindest in der Vorbereitung. (Zum Spielen sind wir wegen Terminfindung Problemen noch nicht gekommen) . Ich kenne die Leute die in meiner Gruppe Spielen werden und die werden es nicht mögen nicht zu Würfeln, hatte deswegen schon überlegt eine Mischung aus den Arkana Karten und D20 zu spielen, aber das ist ja auch völlig Grude. In der Runde sehe ich gar keine Probleme „was die Engel sind“ ( ich habe mich bisher aber auch nicht damit beschäftigt wie andere Spielen) in erster Linie ganz klar natürlich „Superhelden“ wobei ich den Ausdruck für Engel nicht sonderlich mag. Mir schwebt als Plot immer eine Mischung aus den drei Aufgezählten „Subgenres“ im Kopf rum, mit immer mehr „merkwürdigen“ Ereignissen. Ich hatte geplant meine Spieler mit der Weihe in Roma/Eterna beginnen zu lassen – weswegen auch die „Aufstiegsmöglichkeiten“ extrem wichtig wären, außerdem finde ich würde ohne den Tätowierung Ritus der erweiterten Sigillen ein ganz großer Aspekt von Engel fehlen. Ein weiterer Punkt den ich kritisch sehe ist doch auch tatsächlich die Spieler Anzahl, du sagtest im Podcast tatsächlich 5 Spieler – ich bin fast der Meinung das „muss so“ , ja natürlich es ist einfach blöd und auch mit ein Grund wieso wir unsere Gruppe nicht starten können. Aber gerade die Verbindung der Schar zu einander ist ja auch ein ganz ganz fester Bestandteil der Welt. Ich habe es beim Lesen zumindest so verstanden das es extrem selten ist das ein Engel alleine auf Mission ist, oder eine Schar ohne ein Mitglied eines bestimmten Ordens Unterwegs ist. Aber genug des rumgekriddel 😉 ich freue mich das die Umsetzung in so guten Händen liegt die dieses Setting anscheinenden genau so Lieben wie ich, meiner Meinung nach auch eines der großartigsten Deutschen Rollenspiele. ( Ich bin erst vor 5 Jahren per Zufall darüber gestolpert, nur mal für mich Interessehalber – warum ist es eigentlich so ganz und gar von der Bildfläche verschwunden ? ) . Ich bin auf jedenfall gespannt, und würde mich freuen immer mal wieder etwas mehr darüber zu hören. Ich fand die Folge überhaupt nicht Langweilig oder zu Theoretisch ich hab richtig mit überlegt die ganze Zeit – ah ein kleiner Punkt noch…ist „Medizin“ also Wort wirklich so passend ? Ne jetzt reicht es echt 😉 Prima Folge ! Liebe Grüße !!

    • La Cipolla 11. September 2017   Reply →

      SPOILER!

      Erst einmal vielen Dank für das Interesse und die Offenheit für das Neue! =D Wir hoffen natürlich, eure Erwartungen zu erfüllen.

      Das mit den 5 Spielern war tatsächlich falsch ausgedrückt. Gemeint waren die 5 kämpfenden Orden, aus den sich die typische Spielgruppe rekrutiert (Sarieliten, Ragueliten und Samieliten sind also enthalten, werden aber nicht als „Standard“ betrachtet). Als optimale Spieleranzahl werden momentan zwischen 3 und 5 vorgeschlagen, Dafür haben wir sogar ganz subtil ein Detail des Settings geretconned, hier in der Kurzform: Die Kirche schickt zwar optimalerweise Scharen aus 5 Engeln, aber in der Praxis werden es durch die mangelnde Tinte, die schwierige Lage an vielen Fronten und die Ordenspolitik auch immer öfter kleinere Scharen. Das ist also etwas offener gestaltet als zuvor.

      Ich behaupte mal ganz mutig, die Aufstiegsmöglichkeiten haben in der neuen Version die bisher atmosphärischste Umsetzung: Prinzipiell sind neue Weihestufen immer an einen großen Meilenstein gekoppelt, wobei je nach gewünschter Kampagnenlänge nicht jeder große Meilenstein eine Weihe nach sich ziehen muss. Dabei erhält man einmal wie gehabt Zugriff auf neue Mächte (und mindestens eine „gratis“), zum anderen steigt aber auch der Höchstwert der Fertigkeiten um 1, was in Fate eine Menge ausmacht, und man erhält natürlich den erhöhten Erholungswert des Meilensteins. Eine Weihestufe eröffnet also in mehrfacher Hinsicht eine neue Spielebene. Auch die geheimen Mächte sind etwas klarer definiert: Man muss sich zuvor vor seinem Orden oder seiner Fraktion beweisen (was bspw. ein eigenes Szenario bedeuten kann) und einen Aspekt umschreiben, der diese besondere Rolle unterstreicht, erst dann kann man eine geheime Macht erlernen.

      Bei „Medizin“ haben wir auch lange überlegt, sind aber letztendlich bei diesem eher modernen Begriff gelandet. Zum einen ist es hier und da gar nicht mal so schlecht, das Moderne des Settings zu unterstreichen (es gibt auch eine Fertigkeit, die „Technik“ heißt), zum anderen trifft der Begriff sehr gut, dass gerade die Raphaeliten durchaus moderne medizinische Methoden verwenden. Und es hat den Vorteil, dass eine Fertigkeit wie „Medizin“ rein sprachlich noch besser für die „dunklere Prüfer-Seite“ geeignet ist als bspw. Heilkunde oder sowas. Aber wie gesagt, es war wirklich keine leichte Entscheidung, wie übrigens auch bei Technik.

      Das Verschwinden von Engel als Produktlinie hat meines Wissens u.a. (!) wirtschaftliche Gründe gehabt. Genaueres kann ich da aber nicht sagen, auch weil ich kein Halbwissen ins Internet setzen möchte. ^__~

      Vielen Dank für die Fragen!

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