Der Fate Boy – Rollenspiel für die Westentasche

Ich muss gestehen, wie viele Rollenspieler habe ich eine ausgeprägte Sammellust. Meine Rollenspielsammlung umfasst über 500 Produkte und viele, viele Regalmeter. Immer wieder neue Ideen, Anregungen und Spiele, an denen ich mich bedienen kann.

Aber manchmal möchte ich auch das Gegenteil: Ein kleines Produkt, das kein Regel braucht, sondern in die Westentasche passt. Damit könnte man jederzeit und überall Rollenspiele anbieten. Sei es, wenn man plötzlich Lust auf eine Runde hat, sei es, weil man auf interessierte Neulinge trifft und ihnen spontan den Weg zeigen will.

Genau darum geht es in diesem Artikel. Heute stelle ich euch den Fate Boy vor, das Neuste im Feld des mobilen Spiels. Damit kann man immer und überall Fate spielen und leiten. Und er ist nur 6,1 cm * 5,2 cm * 1,4 cm groß. Ich habe ihn als Geburtstagsgeschenk für ein Mitglied meiner Runde entwickelt, wollte dann aber auch selbst einen haben.

 

 

Um eine Fate Boy zu bauen, beginnt man mit einer leeren Dose, in der eigentlich Zwischenraumbürsten verkauft wurden. Dabei handelt es sich um die Eigenmarke von Rossmann, aber jede Dose von vergleichbarer Größe wird es ebenfalls tun.

 

 

Damit die Dose nicht nackt bleibt (und ich an meine Jugend in den 90ern erinnert werde) braucht es noch eine Dekoration. Dafür muss man nur das folgende Bild bei einem Fotodrucker auf 15 * 10 cm drucken:

 

Anschließend schneide man eines der Elemente aus und klebe es hinten auf die Dose. Mit etwas selbstklebender Folie wird das ganze Konstrukt versiegelt, damit der Aufkleber nicht wieder abblättert.

 

Das ergibt aber natürlich nur die Box. Damit man damit spielen kann, fehlt noch der Inhalt. In die Box kommen zunächst Tabellen für die wichtigsten Fate-Regelelemente: vier Aktionen und Ausgänge, Aspekte einsetzen, Fate-Punkte bekommen und die Liste der Grundfertigkeiten. Diese Tabellen in den richtigen Abmessungen sind als Dokument angehängt. (Für optimale Lesbarkeit trotz kleiner Schrift, sind sie in DIN-Schrift gesetzt.)

 

Diese Tabellen scheiden wir aus, falten sie doppelt und tun sie in den Fate Boy.

 

 

Darauf eine Trennkarte, die man einfach aus einer Karteikarte ausschneiden kann. Dabei sollte man sie so groß wie möglich machen, damit sie die Papierelemente gut schützt.

Auf diese Trennkarte kommen 25 Fate-Punkte (10 mm) und vier Würfel (7 mm, leider normale W6, weil es keine Fate-Würfel dieser Größe gibt).

 

 

Schon hat man alles in einer kleinen Box, was man braucht, um jederzeit Fate zu spielen und zu leiten.

 

Damit bleibt natürlich die Frage nach dem lieben Geld, die der deutsche Rollenspieler ja auch bei völliger Unpassenheit geradezu reflexartig aufbringt. Na ja, die Dose ist eigentlich Abfall, ein einzelner Fotoausdruck kostet fast nichts. Wie man Klebefolie, Würfel und Plastikscheiben rechnet, hängt sehr davon ab, ob es einen stört, dass man sie nur in größeren Gebinden erwerben kann. Zwölf Würfel kosten ca. vier Euro und hundert Münzen ca. 4,50. Einen Preis für 2,50 € für einen Fate Boy halte ich für realistisch. Wenn ihr meinen kaufen wollt, müsste ich aber noch deutliche Arbeitskosten aufschlagen… 😉

 

Und das war soweit alles zum Fate Boy. Jetzt muss mir nur noch einfallen, was ich in die Module Super Fate Land, Fate-Tris und PokéFate blau und rot tue. Weitere Würfel? Zugeschnittene Notizzettel? Weitere Regelelemente? Kleine Charakterbögen (mit vorgefertigten Charakteren)?

Was würdet ihr mitnehmen? Ich freue mich auf eure Vorschläge in den Kommentaren.

 

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Fate Boy
Fate Boy
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