Der Fate–Blog

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Eagle Eyes #7: Der Limes – ZDFmediathek

Hier noch ein weiterer Linktipp für euch, damit ihr euch auch multimedial auf eine Runde Eagle Eyes – In den Schatten Roms einstellen könnt.

Der Limes sollte Roms Bollwerk gegen die Barbaren bilden. Blühende Metropolen entstanden, gegründet von den römischen Eroberern, geschützt von Grenzzäunen und Legionen. Doch war dieser Schutz nötig?

Vielleicht ein Abenteueraufhänger für Eagle Eyes? Diese Doku ist zweigeteilt und bis 05.04 und 12.04.2019 in der ZDF Mediathek verfügbar. Saugt Euch also schon vorab Teil 1&2 der Doku, um für die neueste Fate Abenteuerwelt gerüstet zu sein. Eagle Eyes – in den Schatten Roms erscheint am 23. März.

Eagle Eyes #6: Eine kleine römische Modenschau

Um das antike Rom noch etwas mehr mit Farbe zu füllen, wollen wir uns heute auf die Kleiderwahl der römischen Bürger konzentrieren. Zur damaligen Zeit gab es einige sehr strikte Regeln, wer was tragen durfte. Das hatte natürlich den Vorteil, dass sofort die gesellschaftliche Position des Gegenübers eingeschätzt werden konnte. Mit diesem Wissen könnt ihr Eure Abenteuer in Eagle Eyes – In den Schatten Roms mit weiteren Details ausgestalten. Zudem können gerissene Adler auf diese Weise natürlich auch Positionen vortäuschen und diese zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen. Damals galt noch mehr als heute: „Kleider machen Leute“. Aber lasst Euch bloß nicht dabei erwischen, dass ihr Euch einem höheren Stand gemäß kleidet, als ihr einnehmt. Außerdem sollte der modebewusste Römer von damals bedenken, dass Hosen nur etwas für Barbaren sind. Eagle Eyes – in den Schatten Roms erscheint am 23. März.

 

Die Tunika

Die gängigste Bekleidung war die Tunika, ein langes Hemd, dass bei Männern bis über die Knie und bei Frauen bis zu den Knöcheln reichte und aus Wolle, Leinen, Baumwolle oder auch Seide bestehen konnte. Dazu wurde ein Gürtel getragen. Die griechische Urform bestand lediglich aus zwei rechteckigen Stoffstücken, von denen das hintere etwas länger war und die an den Schultern mit je einer Fibel zusammengehalten wurden. Später wurden die Schultern und Seiten vernäht und noch etwas später kamen Ärmel hinzu, die fast bis zum Ellbogen reichten. Gegen die Kälte oder auch um modebewusst aufzutreten, wurden manchmal mehrere Tuniken übereinander getragen. Es gab zwar auch Tuniken mit langen Ärmeln, diese trugen aber aus Sicht der Römer nur Ausländer oder römische Weichlinge.

 

Die Tuniken der Männer konnten unterschiedliche Farben oder Verzierungen aufweisen, die häufig eine Bedeutung hatten. In der Tunika eines Senators war z. B. auf beiden Seiten bis zum unteren Saum ein breiter Purpurstreifen eingewebt. Die Tuniken der Equites (römische Ritter, mehr zu diesen im nächsten Artikel dieser Blog-Reihe) besaßen zwei schmalere Purpurstreifen. In der Kaiserzeit trugen sie schließlich die gleiche Tunika wie die Senatoren. Ein Legionär trug eine Tunika aus weißer Wolle, ein Centurio eine rote. Soldaten der Marine trugen blassblaue und deren Offiziere dunkelblaue. Frauen konnten aus einer Vielzahl an Farben und Farbnuancen wählen.

 

Die Palla

Dieser wollene Mantel war ein rechteckiger Überwurf und wurde einfach über die Schulter drapiert. Bei Bedarf konnte er so auch von hinten über den Kopf gezogen werden.

 

Die Toga

Zu besonderen Anlässen, wie im Senat und beim Theaterbesuch trugen Männer die Toga über ihrer Tunika. Jedoch war dieses Kleidungsstück ein Statussymbol, das nur römischen Bürgern gestattet war. Die Toga bestand aus einem bis zu 7m langen und 2½m breiten Stoffstreifen, der auf eine bestimmte Weise um den Körper geschlungen wurde.

 

Eine Toga konnte nicht alleine angelegt werden. Nicht wenige besaßen zu diesem Zweck einen eigenen Kleidersklaven, der die Toga besonders kunstvoll arrangierte. Hatte man es endlich geschafft, dann war höchstens ein würdevolles Schreiten möglich, da ansonsten die Toga verrutscht wäre. Durch die besondere Form hatte der Träger zudem nur den rechten Arm zur Gänze frei. Beim linken war lediglich die Hand frei.

 

Auch bei der Toga gab es Unterschiede. Nichtbeamte und junge Männer trugen die weiße Toga. Letztere erhielten diese zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr, wenn sie das römische Bürgerrecht erhielten. Frei geborene Kinder trugen ebenso wie Senatoren die Toga mit einem purpurnen Streifen. Bei Trauernden, freigelassenen Sklaven und Buhldirnen war die Toga schwarzgrau.

 

Die Stola

Dieses Kleidungsstück war nur Frauen vorbehalten, die mit einem römischen Bürger verheiratet waren. Sie zeigte, dass es sich hierbei um eine ehrbare und in Ehe lebende Frau handelte, und sollte vor Zudringlichkeiten schützen. Zudem schütze sie bei einer öffentlichen Anklage vor schwereren Verhör- und Strafmaßnahmen. Der Saum bestand meistens aus Pelz oder Leder. Anders als bei der Toga gab es Stolen in den verschiedensten Farben.

 

Das koische Gewand

Da Eagle Eyes – In den Schatten Roms eine Noir-Abenteuerwelt ist, wird die Geschichte die Charaktere früher oder später auch in die nicht mehr ganz so züchtigen Bereiche Roms führen, wo dieses aufreizende Kleidungsstück eher anzutreffen sein dürfte. Es stammte von der Insel Kos, bestand aus hauchdünnem Seidenstoff und enthüllte mehr, als dass es verbarg. Es war ein beliebtes Kleidungsstück bei den Dirnen, die damit einen deutlich anregenderen Anblick als die ehrbaren Damen boten, die durch ihre stoffgewaltigen Stolen verhüllt waren.

 

Schuhwerk

Das alltägliche Schuhwerk war die Sandale, die lediglich aus einer Sohle und Lederriemen bestand. Zur Toga aber trug man den Calceus, einen bis zum Knöchel reichenden geschlossenen Schuh mit weichem Oberleder. Senatoren und Patrizier wollten aber auch hier einen Standesunterschied aufzeigen und trugen rote, später schwarze Stiefel sowie Riemen, die vom Knöchel bis hoch zur Wade geschlungen wurden und von dort herabhingen.

Ein weiteres Schuhwerk, das hier noch Erwähnung finden soll, ist der Schuh des Soldaten, denn ein berühmter Herrscher Roms war unter demselben Namen bekannt. Die Caligula war eine schwere, benagelte Riemensandale.

Unterwäsche
Der Vollständigkeitshalber sprechen wir auch noch kurz diesen Punkt an. Die römischen Männer trugen nur gelegentlich eine Art Lendenschurz und die Damen zusätzlich noch eine Brustbinde.

Nachtgewand

Und da es nicht selten der Fall sein dürfte, dass Adler römischen Bürgern im Schlafgemach einen Überraschungsbesuch abstatten, gehen wir auch noch kurz auf diesen Punkt ein. Die Römer schliefen in ihrer normalen Alltagskleidung, d. h. in Unterwäsche und Tunika. Wenn es kalt war, hüllte man sich zudem auch noch in die Palla ein.

 

Damit endet unser Besuch des römischen Cat-Walks. Wir hoffen, der kleine Überblick hat Euch gefallen. Beim nächsten Mal schauen wir uns dann an, was so in den Kleidern steckt.


düster, dreckig und geheimnissvoll

Eagle Eyes – In den Schatten Roms

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Eagle Eyes #5: Arena der Gladiatoren – Das Kolosseum – ZDFmediathek

Hier ein weiterer Linktipp für euch, damit ihr euch auch multimedial auf eine Runde Eagle Eyes – In den Schatten Roms einstellen könnt. Arena der Gladiatoren – Das Kolosseum zeigt eine der populärsten Bauten der Weltgeschichte und sicherlich Dreh- und Angelpunkt so mancher Eagle Eyes Geschichte. Diese Doku ist bis 29.03.2017 in der ZDF Mediathek verfügbar. Saugt Euch also schon vorab die Doku, um für die neueste Fate Abenteuerwelt gerüstet zu sein. Eagle Eyes – in den Schatten Roms erscheint am 23. März.

Das Kolosseum – noch heute ziehen die Überreste der einstigen Arena großer Kämpfe die Besucherströme aus aller Welt an. Die Doku zeigt die bewegte Geschichte des einzigartigen Bauwerks.

Eagle Eyes #4: Fate Noir

Die neue Abenteuerwelt Eagle Eyes – In den Schatten Roms lässt die Spieler Noir-Geschichten im antiken Rom erleben. Das Noir Genre ist jedoch nicht jedem ein Begriff, darum schalten wir die Welt einmal auf Schwarz/Weiß, tauchen ein in dreckige Straßenschluchten, die auf symbolische Weise die Seelenwelt des zynischen Protagonisten widerspiegeln und betrachten, was Noir eigentlich so sein kann. Eagle Eyes – in den Schatten Roms erscheint am 23. März. Zur Heinzcon wird es ein paar Exemplare schon vorab geben.

 

Für eine bessere Lesbarkeit verzichten wir an dieser Stelle auf eine längere Geschichtsstunde. Wer wissen möchte, was Noir mit deutschem Expressionismus, Freud’scher Psychologie und dem 2. Weltkrieg zu tun hat, der schaut am besten in den zugehörigen Wikipedia-Eintrag (https://de.wikipedia.org/wiki/Film_noir). Auch soll an dieser Stelle kein Unterschied zwischen Film Noir und Neo Noir gemacht werden, da wir uns an dieser Stelle vor allem der Frage zuwenden, was Noir eigentlich für eine Fate-Spielrunde bedeuten kann. Der Einfachheit halber sprechen wir in diesem Artikel von „Noir“.

 

Grundlegende Stimmung im Noir

Eines ist allen Noir-Geschichten gleich: Sie sind keine fröhlichen Geschichten und auch keine Epen über glorreiche Helden, in denen am Ende alles gut wird. Überhaupt sucht man den Guten in diesen Geschichten meistens vergeblich. Stattdessen erzählen sie von Verzweifelten, Desillusionierten und von ihrer Vergangenheit Getriebenen. Sie stolpern durch Straßenschluchten und werden in harte Lichtkegel getaucht, die tiefe Schatten in ihre Gesichter zeichnen.

 

Die Welt des Noir ist ein dreckiger, alles verschlingender Moloch, aus dem es kein Entrinnen gibt. Manche versuchen, ihm zu entfliehen, andere suchen Absolution und wieder andere wollen einfach in ihr überleben. Niemand lebt ein glückliches Leben, und für viele ist es nur eine abwärtsführende Spirale der Gewalt.

 

Wiederkehrende Archetypen

Das Noir hat mehrere Archetypen, die sich in vielen Geschichten wiederfinden und die sich als Anregung für SC und NSC eignen könnten.

 

Wahrheitssuchende: Entgegen der Erwartung wurde diese Rolle nur ganz selten von Privatdetektiven eingenommen. Stattdessen waren es Gesetzeshüter, aber auch Verbrecher und Frauen, die sich der Suche nach meistens einer ganz bestimmten Antwort verschrieben haben und dafür durch die Hölle gehen. Nicht selten ist diese vermeintliche Suche nach etwas Äußerem auch eine versinnbildlichte Reise in das eigene Innere, und am Ende findet diese Figur mit der gesuchten Antwort auch eine schreckliche Wahrheit über sich selbst heraus. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist der Film „Angel Heart“ mit Mickey Rourke und Robert De Niro.

 

Gejagte: Diese Figur ist existenzialistisch und gleichzeitig fatalistisch, was auch daran liegen kann, dass Sie keine ruhige Minute findet und sich die gesamte Geschichte über auf der Flucht befindet. Diese Flucht kann eine tatsächliche Flucht vor menschlichen Verfolgern sein oder aber auch ein Stolpern durch eine Welt, die sie mit ihrer scheinbaren Absurdität vor sich her scheucht und dazu bringt, Verbrechen zu begehen, um dagegen anzukämpfen.

 

Femme fatale: Die wohl bekannteste Rolle und eine zwiegespaltene noch dazu. Lange Zeit wurde sie lediglich als die „Böse Frau“ angesehen, die sprichwörtlich über Leichen geht. Doch bietet der Charakter der Femme fatale in einer narrativen Welt, wie sie das Noir eröffnet, bei weitem mehr Betrachtungsweisen. In einer brutalen und patriarchischen Welt steht sie für sich selbst ein und ist dazu bereit, jede ihr zur Verfügung stehenden Waffe zu nutzen, um einen Ausgleich zu schaffen. Darunter eben auch ihre Sexualität. Sie ist es aber, die über das wie und wann entscheidet.

 

„Ich konnte meine Schritte nicht hören. Es war, als ob ein Toter geht.“

Ein weiterer wichtiger Punkt, wenn es um Noir geht, ist die besondere Sprache. Das kann die Erzählerstimme aus dem Off sein, mit deren Hilfe der Protagonist dem Zuschauer näher rückt oder die Gespräche der Charaktere untereinander. Voller trockenem Humor, Anspielungen und Metaphern sind es nicht selten eben diese Szenen, die im Kopf bleiben. Die Charaktere leben in einer kalten und erbarmungslosen Welt, die ihnen keine Zeit lässt, lange um den heißen Brei herumzureden, sie dafür aber mit einer ordentlichen Portion Galgenhumor ausgestattet hat. Und nicht selten wird durch einen bissigen Spruch die nächste Katastrophe bereits vorausgedeutet: „Wie sollte ich ahnen, dass Mord zuweilen wie Jasmin duftet?“

 

Und wo bleibt da der Spaß?

Für einige wahrscheinlich eine berechtigte Frage. Es wird Spieler geben, die genau diesen Fatalismus in ihrem Spiel wiederfinden wollen. Jedoch wird es auch genug geben, die ein Licht am Ende des Tunnels sehen wollen. Die Gruppe sollte sich im Vorhinein darauf einigen, wie stark der Noir-Anteil im Spiel letztlich sein soll. Ist es einfach nur ein thematischer Überbau, dass es um organisiertes Verbrechen geht und die Charaktere sich bei ihren Taten auch im Graubereich bewegen, oder soll der Dunkelheit in den eigenen Charakteren nachgeforscht und diese als elementarer Spielbestandteil betrachtet werden?

 

Grundsätzlich wäre es empfehlenswert, dass die eigenen Taten Konsequenzen haben und eben nicht immer zu einem Happy End für alle führen. Das höhere Ziel mag erreicht sein, aber den Spielern sollte auf die eine oder andere Weise erfahrbar gemacht werden, was es sie und andere gekostet hat. Je tiefer man an dieser Stelle in das Noir-Genre einsteigen möchte, desto härter sind die Entscheidungen, die getroffen oder die Konsequenzen, die von ihnen oder anderen getragen werden müssen. Das kann in einer direkten Konfrontation sein, wenn Geschädigte sich rächen. Es kann aber auch schon reichen, dass die Charaktere mitbekommen, was aus den Angehörigen ihres letzten Opfers wurde oder welche Wellen die Tat geschlagen hat.

 

Fate und Noir

Diese beiden sind wie für einander geschaffen. Die Archetypen, Themen und Zitate in Noir-Geschichten sind meistens schon Aspekte für sich. „Ihre Liebe fühlt sich wie Handschellen an“, „Femme Fatal“ und „Das (fast) perfekte Verbrechen“ bieten viele Möglichkeiten, eingesetzt und gereizt zu werden.

 

Eines sollte aber immer klar sein, Noir lebt von seiner Stimmung und davon, dass alle Charaktere ihre dunklen Seiten besitzen. Rechtschaffene Helden sucht man hier vergeblich. Zu Beginn mögen sie vielleicht noch naive Träumer sein, aber nach kurzer Zeit landen sie hart auf den Boden der Realität. Schon bald geraten sie in eine Spirale aus Verbrechen und Verrat. Es ist nicht die Frage, ob sie sich die Hände schmutzig machen, sondern wann und ob sie danach noch oben schwimmen.

 

Fate ist grundsätzlich ein System, bei dem die Spieler viel Macht in Händen halten. Um trotzdem unbequeme Situationen zu erschaffen und um das Noir-Gefühl zu unterstützen, sollte die Spielleitung ein Reizen von Aspekten nur zulassen oder selber durchführen, wenn es die Spieler vor große Probleme stellt, die sie zu unbequemen Entscheidungen zwingen. Auch sollte klar sein, dass nicht die Regeln die Stimmung am Tisch erschaffen, sondern die Spielgruppe. Die Spieler sollten sich ruhig trauen, dem Noir in ihren Charakteren nachzuspüren.

Gemeinsam könnt ihr Geschichten erschaffen, die mehr sind, als die Summe ihrer Teile.

 

Wilkommen im Fate-Noir.


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