Wer da nicht sofort an Die geheime Welt der Katzen denken muss
Via: http://humoncomics.com/looking-at-nothing

Wer da nicht sofort an Die geheime Welt der Katzen denken muss
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In unserem Schwester Verlag Feder&Schwert erscheint seit 2017 die Romanreihe Wearing the Cape. Derzeit übersetzen wir das gleichnamige Superheldenrollenspiel Wearing the Cape und listen es auch bereits als vorbestellbar. Nun erscheint im März Roman 2: Kampf gegen die Zukunft.
Astra hat ihre Superheldinnen-Ausbildung abgeschlossen und ist nun ein waschechtes Mitglied der Chicago Sentinels. Dennoch läuft es mies: Sie leidet unter posttraumatischer Belastungsstörung und ihre Beliebtheit in der Öffentlichkeit ist auf einem Tiefpunkt.
Gerade als sie glaubt, die Dinge wieder in den Griff zu bekommen, zeigt eine Serie von Ereignissen, darunter ein Banküberfall und ein entsetzlicher Mord, dass einer der unangenehmeren Teile der vom Teatime-Anarchisten prophezeiten Zukunft nicht so veraltet ist wie gedacht: Wenn sie es nicht schafft, einen Mordfall aufzuklären, bevor er geschehen ist, muss Blackstone sterben.
Marion G. Harmon
Kampf gegen die Zukunft (Wearing the Cape Band 2)
ca. 400 Seiten; Taschenbuch
Euro 12,95
ISBN 978-3-86762-297-4
Band 3 der Wearing the Cape-Reihe befinden sich ebenfalls bereits in Vorbereitung und wird im Sommer 2018 publiziert werden.
Der Hund denkt: „Sie lieben mich, sie füttern mich, sie kümmern sich um mich – sie müssen Götter sein!“
Die Katze denkt: „Sie lieben mich, sie füttern mich, sie kümmern sich um mich – Ich muss ein Gott sein!“
(Quelle: Internet, Verfasser unbekannt)
Wer “Die geheime Welt der Katzen” kennt, weiß, dass Katzen magische Wesen sind, die schnurrend die Welt retten und uns vor dem Bösen retten. In vielen Kulturen wurden und werden Katzen jedoch auch als göttliche Wesen verehrt. Falls ihr noch Inspiration für eure “Die geheime Welt der Katzen”-Runden sucht, könnt ihr in diesem Artikel dazu fündig werden.
Die Cait Sith (“Feenkatze”) ist der Legende nach eine hundegroße schwarze Katze mit einem weißen Fleck auf der Brust. Angeblich handelt es sich bei ihnen um verwandelte Hexen, die das schottische Hochland heimsuchen.
Wie viele andere Geschichten auch hat die Legende der Cait Sith einen wahren Kern, in diesem Fall sogar einen, der nachprüfbar ist. Wissenschaftler vermuten, dass die Mythen, die sich um die Cait Sith ranken, auf die sogenannte Kellas-Katze zurückgehen. Dabei handelt es sich um einen Hybrid aus Haus- und Wildkatzen, deren Existenz 1984 erstmals nachgewiesen werden konnte.
Das heißt natürlich aber noch lange nicht, dass die eine oder andere Kellas-Katze nicht vielleicht doch magisch begabt ist und die Fähigkeit besitzt, eine menschliche Gestalt anzunehmen…
Noch mehr Inspirationen gefällig?
Wer sich Evolution Pulse nur etwas genauer ansieht wird merken das Tsutomu Niheis Kult-Manga Blame! einer der Paten für das dennoch eigenständige Rollenspielsetting zu Evolution Pulse ist. Während der Manga bei Cross Cult in der Master Edition neu aufgelegt wird existiert seit 2017 eine filmische Umsetzung in diversen Sprachen bei Netflix. Wer, wie ich kein Netflix hat oder möchte dem sei gesagt das am 23 Februar Universum Anime die DVD und Blue-Ray veröffentlicht. Wer sich für weitere Hintergründe zum Film interessiert dem sei die aktuelle Ausgabe der Animania 2/2018 empfohlen in der ein Interview mit Regisseur Hiroyuki Seshita zu finden ist.
Mit Manga und Anime ist man somit bestens mit „Sekundärliteratur“ für Evolution Pulse ausgestattet. Fehlt nur noch die Übersetzung des originär italienischen Rollenspiels…
Der Hund denkt: „Sie lieben mich, sie füttern mich, sie kümmern sich um mich – sie müssen Götter sein!“
Die Katze denkt: „Sie lieben mich, sie füttern mich, sie kümmern sich um mich – Ich muss ein Gott sein!“
(Quelle: Internet, Verfasser unbekannt)
Wer “Die geheime Welt der Katzen” kennt, weiß, dass Katzen magische Wesen sind, die schnurrend die Welt retten und uns vor dem Bösen retten. In vielen Kulturen wurden und werden Katzen jedoch auch als göttliche Wesen verehrt. Falls ihr noch Inspiration für eure “Die geheime Welt der Katzen”-Runden sucht, könnt ihr in diesem Artikel dazu fündig werden.
Die heilige Birmakatze
Die Birmakatze ist eine Katzenrasse, die sich durch ein besonderes Aussehen auszeichnet: Birmakatzen haben charakteristische reinweiße Pfoten, ein fast weißes Fell (je nach Farbschema können sich graue Stellen im Fell finden) sowie immer blaue Augen. Diese Fellfarbe verdanken sie einer Legende:
“Vor langer Zeit lebte der Abt Mun-Ha und seine Kittah-Mönche in einem Kloster am Lugh-Gebirge, die ihr Leben und Denken der Göttin der Seelenwanderung „Tsun Kyankzé“ gewidmet hatten. Die Göttin hatte strahlend blaue Saphiraugen und man war damals der Meinung, dass durch sie jeder gläubige Mönch nach seinem Tod in einem Tier weiterlebt.
Mun-Ha hatte einen Kater namens Sinh, der ihm als Orakel diente. Sinh war rein weiß am Körper und hatte gelbe Augen. Nur die Pfoten, die Ohren, die Nase und der Schwanz waren Braun. Die dunklen Farben deuteten die Mönche als Zeichen des Schmutzes und der Unreinheit all dessen, was den Boden berührte.
Eines Tages wurden die um das Kloster gelegenen Dörfer durch Feinde aus Siam angegriffen, so das auch die Kittah-Mönche und ihr Kloster in Gefahr waren. In diesem Augenblick starb Mun-Ha und hinterließ die verzweifelten Kittah-Mönche führerlos.
Genau in diesem Augenblick geschah das Wunder der direkten Seelenwanderung: mit einem sanften Sprung setzte sich Sinh, der Kater, auf das Haupt seines verstorbenen Herrn. Der Kater blickte der Göttin Tsun Kyankzé direkt in die Augen und plötzlich wurde sein Fell goldgelb und seine Augen erstrahlen in tiefstem Blau. Seine Pfoten jedoch, mit denen er seinen geliebten Herrn berührte, wurden zum Zeichen der Reinheit der Seele schneeweiß.
Nun wandte Sinh seinen Blick zum Südtor und zu den Kittah-Mönchen. Diese verstanden ihn sofort, schlossen die Tür und waren vor den feindlichen Angreifern geschützt. Weitere sieben Tage blieb Sinh bewegungslos bei seinem toten Herrn sitzen, dann starb auch er und nahm die Seele Mun-Ha mit sich ins Paradies. Nach weiteren sieben Tagen sollte aus allen Kittah-Mönchen der Nachfolger Mun-Ha`s gewählt werden. Alle Mönche versammelten sich, um Hilfe bittend, um die Götterstatur Tsun Kyankzé. Da kamen alle Katzen des Tempels herein, alle hatten – wie Sinh – goldgelbes Fell, blaue Augen und als Zeichen ihrer Reinheit weiße Pfoten. Lautlos umringten sie den jüngsten aller Priester und bestimmten somit den Nachfolger des Mun-Ha.
Stirbt eine heilige Katze im Kloster Lao-Tsun, so nimmt sie die Seele eines Kittahs mit ins Paradies. Wehe dem, der eine solche Katze tötet, er wird gequält und gepeinigt bis die Seele, die in der Katze lebte, ihm verzeiht.”
(Quelle: http://www.die-heilige-birma.de/die-legende-der-birma.html)
Dieser Legende verdanken die Birma-Katzen ihren Beinamen “Heilig”, sie werden heute auch unter diesem Namen zum Verkauf angeboten.
Abenteueridee:
Die Birmakatze ist natürlich nicht nur heilig, sondern auch magisch begabt. Eine Birmakatze eignet sich daher als Meister einer der vier Magieschulen. Denkbar wäre auch eine eigene Magieschule für die Birmakatzen.
Mit Sicherheit hat jeder schon einmal eine der kleinen Winkekatzen-Figuren gesehen, die sogenannte Maneki-Neko oder einfach “Glückskatze”. Ein Pfötchen ist dabei in die Luft gereckt und winkt, ob nun durch Solarbetrieb oder Batterien. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Farben, sogar überlebensgroß vor japanischen Geschäften.
Die Maneki-Neko ist in ihrer Form der Katzenrasse der Japanese Bobtail nachempfunden, einer Katzenart, die wegen ihres Stummelschwanz und ihren hoppelnden Gangs auffällt (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Japanese_Bobtail).
Wichtig sind an der Maneki-Neko zwei Dinge: Zum Einen die Farbe ihres Fells, zum Anderen das Pfötchen, das sie hebt und mit dem sie winkt.
Die dreifarbige Maneki-Neko gilt als Glücksbringer (unter anderem deswegen werden dreifarbige Katzen mit Schildpattmuster auch allgemein als “Glückskatzen” bezeichnet) und verspricht deswegen auch Wohlstand. Die weiße Maneki-Neko verkörpert Reinheit und Unschuld, während eine schwarze Dämonen abwehrt.
Hinter der erhobenen Pfote verbirgt sich folgender Glaube: Ein Winken mit der linken Pfote ruft Kundschaft und Besucher herbei, Winken mit der rechten Pfote bedeutet Glück und Wohlstand.
In “Die geheime Welt der Katzen” hat die Maneki-Neko ebenfalls Einzug gefunden (im Abschnitt “Katzen-Magie”) durch den Stunt “Maneki-Neko”, mit dem ein Rufer seine Verbündeten segnen kann.
Paul Gerrads Vision der Masters of the Universe Hintergrundwelt ist beeindruckend heftig. Ein drastischer visueller Umgang mit der liebgewordenen Kinderserie von einst ist etwas sehr Erstrebenswertes sagt mein älter gewordenes zwölfjähriges Ich ^^. Sollte der angekündigte Motu-Film auch nur halb so krass aussehen, dürften einige Masters of the Universe Fans vor Freude laut aufschreien. Ich für meinen Teil finde in derlei Sekundärmedien dankenswertes Material für Rollenspiele wie Masters of Umdaar und lasse mich von so etwas mehr als gerne inspirieren
Der Hund denkt: „Sie lieben mich, sie füttern mich, sie kümmern sich um mich – sie müssen Götter sein!“
Die Katze denkt: „Sie lieben mich, sie füttern mich, sie kümmern sich um mich – Ich muss ein Gott sein!“
(Quelle: Internet, Verfasser unbekannt)
Wer “Die geheime Welt der Katzen” kennt, weiß, dass Katzen magische Wesen sind, die schnurrend die Welt retten und uns vor dem Bösen retten. In vielen Kulturen wurden und werden Katzen jedoch auch als göttliche Wesen verehrt. Falls ihr noch Inspiration für eure “Die geheime Welt der Katzen”-Runden sucht, könnt ihr in diesem Artikel dazu fündig werden.
Die bekannteste ägyptische Katzengöttin ist ohne Zweifel Bastet. Sie war eine Tochter des Sonnengottes Re und wurde in erster Linie als Fruchtbarkeits- und Liebesgöttin verehrt. Sie galt als Beschützerin der Schwangeren und wurde als Schutzgöttin gegen böse Mächte angerufen, war aber auch eine Göttin der Freude, der Musik und des Tanzes. Sie besaß wohl auch mal eine negative oder böse Seite, die sie jedoch im Laufe der Zeit an die Löwengöttin Sachmet abgab.
Aber nicht nur Bastet selbst wurde verehrt, im alten Ägypten galten Katzen an sich als heilig, natürlich vor allen Dingen deshalb, weil sie Mäuse fingen und so dafür sorgten, dass das wertvolle Getreide verschont blieb. Wie andere Tiere auch (z.B. Krokodile), wurden Katzen sogar auf eigenen Friedhöfen beigesetzt, wie in der Stadt Bubastis. Diese galt als Hauptkultort der Katzengöttin Bastet.
Die Darstellung von Bastet wechselte mit der Zeit, war sie zuerst eine Frau mit Löwenkopf, wurde sie später als Katze oder Löwin dargestellt und dann als Frau mit Katzenkopf.
Aber nicht nur die als sanftmütig beschriebene Bastet wurde von den Ägyptern verehrt. Die Göttin Sachmet, dargestellt mit einem Löwenkopf, war allerdings das Gegenteil von Bastet: Sachmet galt als Kriegsgöttin, ihr Name bedeutet “Die Mächtige”. Im ägyptischen Mythos “Von der Vernichtung der Menschheit” wird Sachmet von Re auf die Erde geschickt, um die Menschen zu bestrafen.
Sachmet war jedoch nicht nur eine zerstörerische Gottheit. Sie galt auch als Symbol des unbesiegbaren Pharaos im Kampf und wurde angerufen, wenn es um die Heilung von Kranken ging. Während ein Arzt den Körper heilte, waren die Priester der Sachmet für den “magischen” Teil der Genesung zuständig.
Wie sehr die Menschen Sachmet fürchteten, wird durch die folgende Geschichte deutlich: Noch Anfang des 20. Jahrhunderts zerstörten die Einheimischen eine Sachmet-Statue im Ptah-Tempel in Karnak, da sie befürchteten, dass die Statue nachts umherwanderte und Kinder umbrachte.
Abenteueridee: Eine neue Katze ist in die Nachbarschaft gezogen, ihre Bürde ist ein Archäologe oder Ägyptologe. In seinem Haus finden sich lauter seltsame Artefakte, wie ein Relief dieser Frau mit dem Katzenkopf, was die Katzen sehr spannend, aber auch sehr verwirrend finden.
Auch die Legende der nachts umherwandernden Sachmet-Statue eignet sich für ein Abenteuer: In vielen Museen finden sich solche Statuen, beispielsweise im British Museum in London.
Links:
In Artikel#3 zu „Die geheime Welt der Katzen“ sprach André „Seanchui“ Frenzer über das Stelldichein von „Die geheime Welt der Katzen“ und „Katzulhu“. Dabei riss er auch ein paar katzulhoide Abenteuerideen an. Innerhalb einer Serie von Kurzabenteuern, die auf dem Rollenspiel-Almanach erscheinen, gibt es einen Kurzschocker für Katzhulhu, der sich wunderbar als Abenteuer für „Die geheime Welt der Katzen“ eignet.
In der aktuellen Ausgabe der Mephisto findet sich ein Szenario für das Rollenspiel Malmsturm – Die Fundamente.
An der westlichen Flanke der Mælaren, dort wo die Nedderfællen sich nach Norden erstrecken, liegt in einem der fruchtbaren Täler des Vorgebirges ein bergbautechnisches Wunder aus der Vorzeit. Ein alternder Fürst. Ein missgestalteter Fremder. Eine schöne Frau. Ein bodenloser Minenschacht. Ein furchtbarer Gott.
…sie warten nur noch Helden!
von André „Seanchui“ Frenzer
„Die geheime Welt der Katzen“ ist eine großartige und spaßbringende Möglichkeit für alle Katzenfreunde dort draußen, einmal in die Rolle ihrer feliden Weggefährten zu schlüpfen. Doch tatsächlich gibt es noch einige andere, interessante Konzepte und Spiele, die den gleichen Weg eingeschlagen haben. Richard Bellingham, Autor von „Die geheime Welt der Katzen“, zählt auch gleich einige Inspirationen auf: „Cat“ von John Wick, das FUDGE-Spiel „Another Fine Mess“ oder „Katzenauge“ von Stephen King. In seiner Aufzählung fehlt aber auch nicht „Katzulhu“, das cthulhoide Katzenrollenspiel. Da ich ein ausgeprägtes Faible für Lovecrafts Schaffen und vor allem seine rollenspielerischen Adaptionen habe, dreht sich dieser Artikel um eine Verknüpfung zwischen „Die geheime Welt der Katzen“ und „Katzulhu“: Wie können beide Spiele voneinander profitieren?
Wenn du dich für H. P. Lovecrafts literarisches Werk interessierst und mehr erfahren möchtest, empfiehlt sich ein Vorbeischauen bei der Deutschen Lovecraft Gesellschaft. Hier findest du Leselisten, ein Forum voller Gleichgesinnter und eine Menge interessantes Material.
Katzen spielten in Lovecrafts Leben keine große Rolle, waren aber durchaus präsent. Der Autor war ein ausgewiesener Katzenfreund und war auch stolzer Katzenbesitzer. Es verwundert daher nicht, dass er seine feliden Gefährten auch ab und an eine Rolle in seinem literarischen Werk gönnte. In der Geschichte „Die Ratten im Gemäuer“ ist es beispielsweise der alte Kater des Protagonisten, der viel eher als seine menschlichen Begleiter von dem Unheil ahnt, dass sich hinter den Mauern des alten, geerbten Herrenschlosses verbirgt.
Besonders erwähnenswert sind an dieser Stelle aber die – wohl sehr von Lord Dunsany inspirierten – Traumlandegeschichten H. P. Lovecrafts. Die Traumlande sind die Welt unserer Träume, die hinter unseren geschlossenen Lidern in unserem tiefsten Unterbewusstsein liegt. Sie wird vom Geist irdischer Träumer geschaffen und ist eine bizarre, fantasievolle und bunte aber auch grausame und erschreckende Welt. Interessant in unserem Kontext wird sie durch die besondere Rolle der Katzen in den Traumlanden. Denn während es nur wenige menschliche Träumer gibt, die fähig und mächtig genug sind um sich bewusst in die Traumlande zu träumen, so ist der Besuch der Traumlande für die Katzen ein angeborenes Privileg. Sie können nach Belieben in die Welt der Träume „wandern“ – übrigens einer der Gründe, warum Katzen so gerne und ausgiebig schlafen. In den Traumlanden werden Katzen hochgeachtet und können natürlich auch mit den Menschen sprechen. Die Stadt Ulthar ist das Zentrum der traumländischen Katzengesellschaft.
Soviel zum Hintergrund. Bevor wir uns nun aber endlich daranmachen, cthuloide Konzepte in „Die geheime Welt der Katzen“ unterzubringen, noch ein Hinweis: Richard nennt in seiner Inspirationsliste das englische Rollenspiel „Catthulhu“ aus der Feder von Joel Spark als Inspirationsquelle. Tatsächlich gibt es auch eine deutsche Inkarnation eines feliden „Cthulhu“-Rollenspiels, das völlig unabhängig von Sparks Variante entstanden ist. Frank Heller und Ingo Ahrens zeichnen für das deutsche „Katzulhu“ verantwortlich. Es mag nicht so bekannt sein wie die englische Variante, kann aber bei DriveThruRPG zum Download gefunden werden (s. U.). Gemeinsam ist beiden Spielen, dass sie Lovecrafts Faible für Katzen mit dem cthuloiden Horror verknüpfen, der seinen Geschichten innewohnt und die vierpfötigen Helden in den Mittelpunkt stellen. Als Inspirationsquelle für den weiteren Artikel soll die deutsche Version „Katzulhu“ dienen.
In „Die geheime Welt der Katzen“ geht es um Katzen, die ihre „Bürden“ – die Menschen, denen sie vorgeblich gehören – vor den unsichtbaren Gefahren, die hinter der Fassade unserer Wahrnehmung liegen, beschützen. Lovecrafts „Große Alte“ und ihre außerweltlichen Anhänger existieren ebenfalls zumeist unbemerkt von den Menschen und verfolgen ihre eigenen, finsteren Pläne. Da scheint es sich anzubieten, das Konzept des Spiels mit dem Hintergrund des Cthulhu-Mythos zu verquicken.
H. P. Lovecraft sowie seine literarischen Freunde und Nacheiferer haben einen äußerst umfassenden Katalog cthuloider Monstrositäten erschaffen. Allen voran natürlich Cthulhu höchstselbst sowie die Rasse der Großen Alten, doch auch viele niedere Diener oder göttliche Geschöpfe finden sich in diesem Kuriositätenkabinett wieder. Drei für katzulhoide Abenteuer besonders geeignete Kreaturen möchte ich im Folgenden kurz vorstellen.
Diese Geschöpfe haben eine entfernte Ähnlichkeit mit irdischen Katzen. Während ihre Proportionen denen einer Katze ähneln, besteht ihr Körper aus starken Muskelsträngen und filigranen Mustern, die wie leuchtende Juwelen funkeln. Ein tentakelbewehrter, runder Kopf rundet das fremdartige Bild dieser Monstrositäten ab. Sie sind geschickte und brutale Jäger, deren finsteres Naturell sie auch vor wesentlich größerer Beute – wie zum Beispiel Menschen – nicht zurückschrecken lässt.
Niemand weiß, wie diese Wesen normalerweise leben doch es ist bekannt, dass sie regelmäßig den interstellaren Raum durchqueren und auf dem Mond der Traumlande landen. Hier feiern sie bizarre Festakte mit den dort wohnenden grausigen Mondbestien. Mittels finsterer Ritualmagie können sie aber auch von Paktierern in die wache Welt beschworen werden, wo ihre angeborene Boshaftigkeit und Aggressivität rasch aus dem Ruder läuft und sich auch gegen den Paktierer richten wird.
Aspekte:Konzept: Außerweltlicher Jäger
Dilemma: Ich will zurück zum Saturn
Andere Aspekte: Ein Paktierer ist kein Verbündeter, Keine Beute ist zu groß
Fertigkeiten:
Großartig (+4): Kämpfen, Kraft
Gut (+3): Athletik
Ordentlich (+2): Heimlichkeit
Durchschnittlich (+1): Wille
Stunts:
Sprung zwischen den Sternen: Eine Katze vom Saturn ist zu wesentlich höheren physischen Leistungen fähig, als man ihrem recht kleinen Körper zutrauen könnte. Ihre Sprungkraft ist legendär. Sie erhält +2 auf Kämpfen, wenn sie einen Sprungangriff durchführen kann.
Stress:
Geistig: 2
Körperlich: 4
Tindalos, eine grauenhafte Stadt mit korkenzieherartigen Türmen, liegt irgendwo außerhalb unseres Raum-Zeit-Kontinuums. Hier sind die Hunde von Tindalos zu Hause, eine fremdartige Rasse hundeartiger Monstren, die die Ecken des Zeitkontinuums bewohnen. Ob sie wirklich optisch einem Hund ähneln vermag niemand zu sagen, denn normalerweise überlebt niemand den Kontakt mit diesen Wesen. Diese Bestien gieren nach menschlichem Blut und Fleisch und nehmen unerbittlich Witterung auf, wenn jemand den Fehler macht, mittels Magie durch Raum und Zeit zu blicken.
Hunde von Tindalos jagen ihre Opfer durch Raum und Zeit und legen dabei Strecken von 1.000.000 Jahren pro Tag zurück. Während der Zeit der Jagd wird das Opfer ständig von dem Geheul des Hundes, dass an das tiefe Bellen eines großen Hundes erinnert, verfolgt. Aufgrund ihrer Beziehung zu Ecken können sie nur in Winkeln von 120 Grad oder weniger materialisieren – wer sich in einem kreisrunden Raum aufhält, ist vor ihnen sicher. Doch wer könnte das auf alle Ewigkeiten…?
Aspekte:Konzept: Jäger aus der Zeit
Dilemma: Ich materialisiere nur in Ecken
Andere Aspekte: Ewiger Blutdurst, Geduldiger Jäger, Leichengeruch umgibt mich
Fertigkeiten:
Großartig (+4): Kämpfen, Kraft, Athletik
Schwach (-1): Heimlichkeit
Stunts:
Raumverbiegung: Ein Hund von Tindalos kann die Raumzeit um sich herum verbiegen, was zu einem die Augen verwirrenden Verdrehen und Ziehen des Wesens führt. Schüsse und Angriffe auf den Hund von Tindalos erhalten -2.
Stress:
Geistig: 4
Körperlich: 4
Die Zoogs sind in den Traumlanden beheimatet. Es handelt sich um kleine, pelzige, nagetierartige Wesen, die mit einer gewissen Intelligenz gesegnet sind. Ihr Kopf wird von kleinen Tentakeln beherrscht. Sie leben im Verwunschenen Wald und laben sich von Zeit zu Zeit an den Träumern, die unwissend und versehentlich ihr Reich betreten. Wenn die Wächter der Traumlande nicht wachsam genug sind, schlüpft auch gelegentlich einer der ihren in die Wache Welt.
Aspekte:Konzept: Neugieriger Traumbewohner
Andere Aspekte: Gemeinsam sind wir stark
Fertigkeiten:
Gut (+3): Wahrnehmung, Heimlichkeit
Schwach (-1): Kämpfen, Kraft
Stress:
Geistig: 2
Körperlich: 2
Die Traumlande sind ein fantastischer aber auch grauenhafter Ort, der nur in den Träumen irdischer Wesenheiten existiert. Dieser Artikel ist zu kurz, um einen umfassenden Überblick über die Ortschaften zu geben, auf die der Träumer hier stoßen kann. Wer sich mehr für die Traumlande als Setting interessiert, dem sei Lovecrafts Kurzroman „Die Traumsuche nach dem unbekannten Kadath“ oder seine Kurzgeschichte „Die Katzen von Ulthar“ ans Herz gelegt. Nichts desto trotz möchte ich einige Aspekte dieses fantastischen Settings zumindest nennen, um für weitere Inspiration zu sorgen.
Einer der gängigsten Wege in die Traumlande führt eine gewaltige Treppe hinab. Wer die siebzig Stufen des leichten Schlummers hinabsteigt findet sich in der Kaverne der Flamme wieder, in der die Priester Nasht und Kaman-Thah den Träumer empfangen. Von hier beginnen sie siebenhundert Stufen, die zum Tor des tieferen Schlummers führen, dass sich in den Verwunschenen Wald öffnet.
Riesige Eichen prägen das Bild des Verwunschenen Waldes. Ihr dichtes Geäst bildet ein immergrünes Blätterdach, der Boden ist von weichen Moosen überzogen. Fantastische Kreaturen hausen hier, allen voran die nagerhaften Zoogs.
Ulthar liegt an den Ufern des Fluss Skai und thront auf mehreren Hügeln. Es ist eine feudalistisch anmutende Stadt, deren Häuser spitze Giebel aufweisen und deren enge Gassen mit Kopfsteinpflaster versehen sind. Zahlreiche Schreine der Traumlandegötter finden sich hier ebenso wie der sagenumwobene Tempel der Älteren. Katzen gelten in Ulthar als gleichberechtigte Einwohner und es gibt zahlreiche, weitverzweigte Clans die ihren eigenen Geschäften nachgehen.
Unterhalb der Traumlande tut sich die Unterwelt auf, ein finsterer Ort, an dem grauenhafte Kreaturen wie die riesenhaften Gugs leben. Auch Ghoule findet man hier zuhauf. Sie leben in den finsteren und lichtlosen Kavernen am Ufer von pechschwarzen Seen.
Der Mond der Traumlande ist ein furchtbarer Ort, an dem grauenhafte Mondbestien hausen, die den Menschen der Traumlande feindlich gesonnen sind. Sie versklaven die Bewohner der Traumlande und opfern sie ihren finsteren Götzen und Göttern. Sie stehen in enger Beziehung zu den Katzen vom Saturn und feiern mit ihnen gemeinsam orgiastische Feste zu Ehren ihrer unaussprechlichen Gottheiten.
Wer katzulhoide Abenteuer erleben möchte sollte sich überlegen, diese Fertigkeit jeder Katze bei der Charaktererschaffung mit auf den Weg zu geben. Mit der Fertigkeit Traumwandeln kann Deine Katze jederzeit in ihrem Schlaf die siebzig Stufen des leichten Schlummers erreichen und in die Traumlande überwechseln. Wenn Du ein Meister in dieser Fertigkeit bist, füge Deinem Konzept das Wort Traumwandler hinzu. Du kannst in Deinen Träumen an jedem Ort die Traumlande betreten, nicht nur über die üblichen Wege.
Einen Vorteil erschaffen: Du kannst Traumwandeln einsetzen, um während eines Besuches der Traumlande nützliche Gegenstände herbei zu träumen. Diese erscheinen unmittelbar und materialisieren scheinbar aus dem Nichts. Du musst gegen einen Fantastischen (+6) Widerstand würfeln, um einen Gegenstand erfolgreich herbei zu träumen.
Zum Abschluss dieses Artikels möchte ich Euch noch einige Ideen mit auf den Weg geben, um katzulhoide Abenteuer für Eure Gruppen zu erstellen.