FATE

Dresden Files Rollenspiel

Dresden Files Deutschsprachiger Charakterbogen

Shadom hat mich auf den von ihm erstellten deutschsprachigen Charakterbogen für das Dresden Files Rollenspiel hingewiesen. Er ist im Blutschwerterforum gehostet. Wer keinen Account bei den Blutschwertern hat, der kann den Bogen auch im Downloadbereich von www.faterpg.de herunterladen.

FreeFATE Neuigkeiten

Nachdruck geplant

Ich habe ja schon mehrfach (hier und hier) über die Übersetzung von FreeFATE ins Deutsche berichtet. Wer dem gefolgt ist, weiß dass die Übersetzung kostenlos im Netz steht und auch gedruckt erhältlich ist. Allerdings ist die Erstauflage bereits vergriffen. Enkidi hat aber angekündigt, eine zweite, unveränderte Auflage drucken zu lassen und wie gewohnt zu verkaufen. Wer Interesse hat, möchte sich bitte bei Ihr melden – dazu ist eine Anmeldung im Tanelorn nötig.

(via Greifenklaue)

FreeFATE als eBook

Besonders toll finde ich, dass Enkidi jetzt auch noch eine Fassung für den Kindle und andere eBook-Reader anbietet. In der verlinkten .rar Datei sind eBooks in den Dateitypen epub, opf und mobi enthalten. Jedenfalls die .mobi Datei funktioniert auf dem Kindle.

FATE Star Wars

Ein ganz erstaunlich ausgereiftes Regelwerk für Star Wars auf FATE-Basis (natürlich auf Englisch) ist mir gerade erst aufgefallen: Luke Martinez‘ The FATE of the Galaxy.

Es gibt eigene Regeln für Ausrüstung (so haben Schusswaffen z.B. wieder ein bestimmte Anzahl an Schüssen) und Schiffskämpfe sowie eine spannende Interpretation der „dunklen Seite der Macht“.

Deutsches FreeFATE aktualisiert

Dom hat ja schon über die Übersetzung von FreeFATE berichtet. Die Projektgruppe im Tanelorn, hat die Übersetzung nochmal überarbeitet und von Tippfehlern bereinigt.

Längst haben sich die 25 Leute gefunden, die benötigt wurden, um FreeFATE zu drucken. Toll wäre es aber, wenn wir 50 Käufer zusammenbekommen würden, denn dann sinkt der Preis. Wer Interesse hat, sollte sich im Tanelorn melden!

FreeFATE ist ein Versuch, FATE möglichst knapp und anfängerfreundlich zu verpacken. Es kommt ohne Setting und ohne an ein Setting angepasste Regeln – es ist also sozusagen pur. Statt der nicht immer leicht erhältlichen FUDGE-Würfel, die üblicherweise bei FATE verwendet werden, verwendet es zwei verschiedenfarbige w6. Für das Layout ist mal wieder Enkidi verantwortlich, die nicht nur die großartigen Spielhilfen für Dresden Files erstellt hat, sondern auch im neusten offiziellen Abenteuer, Casefile: Night Fears für das Artwork gesorgt hat.

Free Fate auf Deutsch | Druckerfreundlich | Charakterbogen

Zufallstabellen für FATE?

Auf rpg.net zeigt der User Gullerbutry, wie man Zufallstabellen mit FATE realisieren kann:

FATE Zufallstabelle Wirf vier FUDGE Würfel. Um die Ergebnisse abzulesen, zähle die Anzahl der + und gehe entsprechend weit nach rechts. Dann zähle die – um die richtige Zeile zu finden.

Die dunklen Felder haben eine Wahrscheinlichkeit von1/81, die etwas helleren Felder kommen mit 1/20 Wahrscheinlichkeit, die nächsthelleren 1/13. Die hellsten drei in der Mitte haben eine Wahrscheinlichkeit von 1/7.

Der Autor würfelt darauf, um herauszufinden, wie NSCs die PCs sehen. Das Ergebnis kann sofort als Aspekt herhalten. Weiter könnte man mit Nutzung eines Aspekts oder einem Wurf auf Kontakte erlauben, das Feld in eine Richtung nach Wunsch des Spielers zu verändern, während der SL daraus einen Compel/Erzwingen eines Aspektes machen könnte, um seinerseits zu schieben.
Mich würde sehr interessieren, ob ihr so eine Tabelle gut findet – oder ist der Gedanke einer Zufallstabelle eurer Ansicht nach zu sehr Old-School? Es bringt mehr Zufall ins Spiel – aber viele SLs haben mit dem Input der Spieler ja schon genug „Zufall“ zu verarbeiten und wollen dennoch ihre Geschichte durchziehen. Und z.B. in Dresden Files geht es ja auch gerne mal um eine Detektivgeschichte, da ist Zufall ja nochmal was ganz besonderes, denn zumeist steht (für den SL) ja der Täter schon vorher fest. Zur Diskussion geht es hier.

Bulldogs! – Sci Fi that Kicks Ass

Zur Zeit wird bei Kickstarter ein sog. Lösegeld zusammengetragen, um genug Geld zusammenzutragen, um Bulldogs! veröffentlichen zu können. Ich habe gerade etwas Geld versprochen (bezahlen muss man bei dem Modell nur dann, wenn genug Geld versprochen wurde, dass auch die Mindestsumme erreicht wurde). Kommt nicht genug Geld zusammen, zahlt keiner was. Eine tolle Idee! Bei Bulldogs! ist das Geld aber längst zusammengekommen!

Bulldogs! ist ein FATE3 Spiel, dass in eine ähnliche Ecke wie Starblazer Adventures stößt, nämlich „high action space adventure“. Bulldogs! wird das  FATE system von Evil Hat Productions verwenden. Das Buch ist längst fertig, und inzwischen ist auch genug Geld versprochen worden, um den Druck bezahlen zu können.

Beschrieben wird das Spiel so:

Who could be desperate enough to sign his life away for five long years? Desperate enough to take a job hauling volatile and hazardous cargo to the most dangerous places in the galaxy? Planets where the very air is a corrosive acid. Planets where the locals might cut your throat just so they can turn you into a nice steak. Planets where petty thugs and warlords are engaged in constant running gun battles and you’re just as likely to catch a blaster shot in the skull as get a signed delivery manifest.

You are, that’s who. Welcome to Bulldogs!

Ich probiere mal das Werbevideo (ja, sowas haben die da!) einzubinden:

[Dresden Files] Zweites kostenloses Abenteuer als PDF veröffentlicht

Für das FATE-Rollenspiel Dresden Files (DFRPG) ist ein zweites kostenloses Abenteuer als PDF veröffentlicht worden.

Es trägt den Namen Casefile: Night Fears und ist über den Dienst Drivethrurpg.com erhältlich. Dort muss man (soweit ich es beurteilen kann) einen Account besitzen, anders als bei anderen von dort zu beziehenden PDFs ist aber der Name und die Emailadresse nicht aufgedruckt.

Das Abenteuer ist auf niedrigem Powerlevel, die nötigen PCs sind zum großen Teil vorgefertigt (und können im übrigen während des Spiels an die Präferenzen des Spielers angepasst werden). Inhaltlich geht es um eine Mutprobe, bei der die Spieler in einem angeblichen Spukhaus eine Nacht verbringen wollen.

Wie immer ist das Abenteuer ziemlich offen gehalten, um die Spielmechanismen von FATE nicht zu blockieren.

Ein besonderes Schmankerl ist, dass die Grafik von Kathy Schad stammt, der wir auch die fantastischen Spielhilfen verdanken.

Insgesamt finde ich, dass Evil Hat hier großartig arbeitet – recht kurz nach der Veröffentlichung von Dresden Files zwei kostenlose, professionelle Abenteuer zur Verfügung zu stellen – so stelle ich mir die Unterstützung eines Rollenspieles vor!

Entwurf eines Eintrages für die Wikipedia

Mir ist aufgefallen, dass es keinen deutschen Eintrag in der Wikipedia zu FATE gibt. Das geht natürlich nicht! Daher ein erster Entwurf eines Wikipediaeintrages. Offen ist noch der Teil zu FATE2. Damit kenne ich mich nicht so gut aus. Beiträge dazu, Kommentare und Verbesserungsvorschläge bitte in das dazu geöffnete Thema im Tanelorn.

FATE, Fantastic Adventures in Tabletop Entertainment, ist ein universelles Rollenspielsystem. Es basiert auf FUDGE.

Im Gegensatz zu anderen universellen Rollenspielsystemen, wie z.B. GURPS, zielt es nicht auf die Simulation einer Umwelt ab. Vielmehr ist es das Ziel von FATE, ein dramatisches, storyorientiertes Spiel zu ermöglichen. Es verfügt über Erzählrechte für Spieler und zielt darauf ab, mit wenig Würfelaktionen auszukommen.

FATE stammt aus der Feder von Fred Hicks and Rob Donoghue. Es ist bekannt für eine starke Unterstützung durch seine Fans und zahlreiche innovative Mechanismen.

Besonderheiten von FATE

FATE nutzt die von FUDGE eingeführte Beschreibung von Schwierigkeiten durch Adjekte und den Würfelmechanismus mit vier dreiseitigen Würfeln. Im Gegensatz zu fast allen anderen Rollenspielen kommt es ohne verbindliche Attribute wie „Stärke“ und „Intelligenz“ aus. Vielmehr wird unterstellt, dass jede Spielerfigur in allem durchschnittlich gut ist und Abweichungen davon besonders hervorgehoben werden.

Bekannt wurde FATE durch die Nutzung von Aspekten. Dabei handelt es sich um freie Beschreibungstexte, die von der Spielmechanik dennoch in Vor- und Nachteile im Spiel umgesetzt werden können. Das erlaubt eine unglaublich breite und interessante Beschreibung von Spielerfiguren, die jedem auf Zahlenwerten basierendem System überlegen sind. Wie die Aspekte genutzt werden unterscheidet sich in den verschiedenen Versionen von FATE.

FATE unterliegt der Open Gaming Licence

FATE 2

FATE 3

Die aktuelle, dritte Version von FATE ist in den Spielen Spirit of the Century und dem sehr erfolgreichen Dresden Files Rollenspiel zum Einsatz gekommen. Es zeichnet sich durch eine noch weitergehende Nutzung von Aspekten gegenüber FATE 2 aus. So werden jetzt Verwundungen mittels Aspekten dargestellt. Ob Aspekte im Spiel genutzt werden können, wird durch FATE-Chips abgebildet. Die Spieler erhalten FATE-Chips, wenn ihre Figur aufgrund eines Aspektes in eine Konfliktsituation kommt und können umgekehrt Vorteile erhalten, wenn sie einen FATE-Chip zahlen und erklären können, warum der Aspekt ihnen in der Situation hilft.

Rollenspiele, die auf FATE 3[1]

  • Spirit of the Century
  • Starblazer Adventures
  • Legends of Anglerre
  • The Dresden Files
  • Diaspora
  • Strands of Fate
  • Awesome Adventures

Weblinks

  • Offizielle deutsche FATE Seite
  • Offizielle englische FATE Seite
  • Übersetzung von FATE 2
  • Übersetzung des SRD von Spirit of the Century
  • Forum für FATE

References

[1] Fate and Its Branches

Systemvorstellung: ICONS

Von Azzurayelos stammt die folgende Systemvorstellung. ICONS ist streng genommen kein FATE, aber ebenso wie FATE ein FUDGE-Abkömmling und FATE sehr nahe. Die Systemvorstellung wurde zuerst im Tanelorn gepostet.

ICONS ist ein Superhelden-System ohne eigenes Setting aus der Feder von Steve Kenson, der schon für Mutants & Masterminds verantwortlich war, und im Netz als das erste FATE-Superheldenspiel angekündigt wurde.

Die Präsentation:

ICONS kommt als vollfarbiges Softcover daher, das Format erinnert an ein Trade-Paperback von Marvel oder DC. Trotz farbigem Hintergrund ist der Text gut lesbar, wozu auch ein gelungenes Layout mit großen Überschriften, farbigen Hervorhebungen und ausreichenden Abständen zwischen einzelnen Elementen beiträgt. Einen Index gibt es nicht, was sich bei dem dünnen Büchlein jedoch verschmerzen lässt. Die Illustrationen sind zahlreich, stammen alle vom selben Zeichner und wirken professionell, wobei ein an Cartoons erinnernder Zeichenstil gewählt wurde, der schon auf dem Cover zu bewundern ist:

An Beispielen zur Erklärung der Regeln wurde leider extrem gespart, auch im insgesamt recht kurz geratenen Kapitel über Aspekte, was FATE-Neulingen sicherlich nicht entgegen kommt. Dafür gibt es hinten im Buch eine kleine Sammlung mit Superschurken und ein kurzes Abenteuerszenario, um dem Spielleiter das Leben zu erleichtern.

Das System:

Gleich auf den ersten Blick wird deutlich, dass ICONS kein FATE 3-Spiel mit Superhelden-Anstrich ist, sondern auf eigenen Füßen stehen will. Das Ergebnis wirkt auf mich eher wie eine FATE 2-Variante, was allen, denen FATE 3 zu wenig Spielwirklichkeit simuliert, entgegen kommen dürfte.

Gewürfelt wird bei ICONS, wie auch bei Starblazer Adventures, mit d6-d6 für Ergebnisse von -5 bis +5, die zur Stufe der eingesetzten Eigenschaft addiert werden. Die Skala der Eigenschaftswerte reicht von 1 bis 10, wobei Werte von mehr als 6 als übermenschlich gelten. Eine Besonderheit bei ICONS: Es würfeln ausschließlich die Spieler! Wird z. B. ein Charakter angegriffen, muss mit einem Wurf auf eine defensive Eigenschaft der feste Angriffswert des Schurken übertroffen werden, um Schaden zu vermeiden.

Auswürfeln soll man anhand mehrerer Tabellen auch die Charaktere, vom Ursprung ihrer Superfähigkeiten über die Eigenschaftswerte bis hin zu den Superkräften selbst. Dass dabei völlig aberwitzige Kombinationen von Superfähigkeiten herauskommen, soll dadurch verhindert werden, dass für die meisten Superkräfte thematisch passende „Bonus Powers“ festgelegt sind, die dann anstelle einer anderen erwürfelten anderen Superkraft genommen werden können. EDIT: Ich hab das jetzt mehrfach ausprobiert, und musste feststellen, dass die Ergebnisse häufig trotzdem recht unrund wirken. Wem das Auswürfeln trotzdem nicht gefällt, für den gibt es alternativ ein freies und unkompliziertes Punktekaufsystem, das leider die eine oder andere Regellücke aufweist (z. B. fehlt eine Regelung, wieviel die oben erwähnten „Bonus Powers“ kostet sollen).

Das Konfliktsystem ist ein einfach gehaltenes old-schooliges Kampfsystem, bei dem es gilt, die Stamina der Schurken herunterzuprügeln. Erfolgreiche Angriffe verursachen einen festen Schaden (entsprechend der „Strength“ des Charakters oder dem Schadenswert der eingesetzten Waffe oder Superpower), der um einen etwaigen Rüstungswert reduziert und dann von der Stamina abgezogen wird. Besonders gute Angriffe erhöhen nicht den Schaden, können aber daneben Resultate wie „Slam“ (der Gegener wird zurückgeschleudert oder zumindest umgehauen), „Stun“ (der Gegner geht k.o. oder ist zumindest kurz handlungsunfähig) erzielen. Nur Angriffe mit scharfen oder spitzen Waffen, Feuerwaffen und entsprechend tödlichen Superkräften können außerdem das Resultat „Killing“ erzielen. Wer dagegen mit Fäusten und weniger todbringenden Energiestrahlen kämpft, kann sorglos dreinschlagen, ohne dass versehentlich jemand dabei getötet werden könnte. Bewegung wird sehr abstrakt in fünf Entfernungskategorien gemessen, auf Battlemaps kann daher verzichtet werden.

Völlig anders als bei FATE 3 gibt es bei ICONS statt Szene-Aspekten durch die Spielwirklichkeit bedingte Modifikatoren auf die Würfe, und es gibt keine temporären Aspekte oder Konsequenzen, die man seinen Gegnern verpassen und dann „taggen“ könnte.

Einige für das Genre typische Spezialmanöver runden das Kampfsystem ab, beispielsweise kann ein Charakter jederzeit seine nächste Aktion opfern, um sich einem Angriff auf einen anderen Charakter in den Weg zu werfen.

Statt Skills und Stunts haben Charaktere bei ICONS sechs Abilities (Skala 1 bis 10), für die es noch Specialities (Skala +1 bis +3) gibt. Stunts gibt es keine, dafür aber Superkärfte. Deren Beschreibungen nimmt gut die Hälfte des Buches ein, wobei man merkt, dass hier ein Fachmann am Werk war, der schon einmal ein Superhelden-Rollenspiel geschrieben hat – da fehlt nichts, was man aus den gängigen Comic-Universen kennt. Die Regeln für die Superkräfte sind angenehm einfach gehalten.

FATE-Punkte heißen bei ICONS „Determination-Points“, und Aspekte sind in „Qualities“ und „Challenges“ unterteilt, wobei ein Charakter jeweils bis zu fünf davon haben darf. Qualities sollen eher positive und beschreibende Charakteraspekte sein, „Challenges“ nachteilige Aspekte – regeltechnisch funktionieren beide dann aber gleich. Daneben bekommt auch das Superhelden-Team einen eigenen Determination-Pool, aus dem sich jedes einzelne Mitglied mit Zustimmung der anderen Mitglieder bedienen kann, und ein paar Qualities und Challenges.

Determination wird, wie auch sonst bei FATE, durch Compelling der Qualities und Challenges verdient. Der Determination-Vorrat am Anfang jeder Sitzung ist umso höher, je weniger Superkräfte ein Charakter hat.

Aspekte „taggen“ kann man bei ICONS zu verschiedenen Zwecken. Beim „Determined Effort“ wird vor einem Wurf angesagt, welcher Erfolgsgrad mindestens erreicht werden soll. Wird der angestrebte Erfolgsgrad verfehlt, wird der Erfolgsgrad um zwei Stufen pro Determination-Punkt aufgebessert. Mit einem „Focussed Effort“ kann eine Eigenschaft zur Lösung eines Problems eingesetzt werden, die dafür von den Regeln eigentlich nicht vorgesehen ist (z. B. Strength um ein beschädigtes Auto mit einem kräftigen Tritt wieder in Gang zu setzen). „Recover“ gibt einmal pro Konflikt verlorene Stamina-Punkte zurück. „Retcon“ gibt dem Spieler etwas Erzählrecht, um neue Settingdetails festzulegen. „Stunts“ sind Einsätze von Superkräften auf ungewöhnliche, nicht von den Regeln abgedeckte Art und Weise.

Nachdem es jeder Charakter maximal fünf „Qualitites“ hat, und es bei ICONS keine temporären Aspekte und keine „Consequences“ gibt, gehe ich davon aus, dass Determination-Punkte deutlich langsamer fließen, als FATE-Punkte bei FATE 3, und die Aspekte eine im Vergleich spürbar geringere Rolle spielen.

Determination haben übrigens nur Spielercharaktere, sodass dem Spielleiter für seine NPCe einiges an Buchhaltung erspart bleibt. (Nichtspielercharaktere haben aber natürlich Aspekte, die von den Spielern getaggt werden können – ausgefeilte Regeln, wie man diese Aspekte herausfinden kann, gibt es nicht, nur den pauschalen Hinweis, dass man raten oder auf Awareness würfeln soll.)

Charakterentwicklung ist bei ICONS eigentlich nicht vorgesehen, weil das laut dem Autoren nicht zum Genre passt. Wer trotzdem nicht darauf verzichten will, dem wird der Vorschlag gemacht, die Determination der Charaktere anwachsen zu lassen, die dann für Wertesteigerungen und neue Specialties und Powers ausgegeben werden kann.

Bewertung:

Mir gefällt’s. Der im Vergleich zu FATE 3 stärker simulatorische, actionlastige Ansatz wird dem Genre durchaus gerecht, das Konfliktsystem wirkt angenehm unkompliziert, die Eigenheiten des Genres werden von den Regeln voll unterstützt. Was mir auch sehr gefällt, ist der stark reduzierte Aufwand für den Spielleiter – kein Würfeln, wenig Buchhaltung. Ein paar Seiten mehr mit besseren Erklärungen der Regeln und Ergänzungen der ob der Kürze vorhandenen Lücken hätten allerdings nicht geschadet.

Wer Superhelden lieber erzählerisch mit FATE 3 spielen möchte, dem empfehle ich dafür das Dresden Files RPG – „Evocation“ schnell in „Elemental Control“ umbenannt, fertig ist die Konversion.

Der Geist Mesopotamiens — ein kurzes deutsches Fate

So langsam regt sich ja richtig etwas in der deutschen Rollenspielszene. Die deutsche Version von FATE in Form von Malmsturm oder der endgültigen Version der Spirit of the Century SRD ist im entstehen, Im Tanelorn-Forum arbeiten ein paar leute emsig an Free Fate einer Kurzen Variante des Rollenspiels und Alex beschreibt in seinem Blogbeitrag Der Geist Mesopotamiens — ein kurzes deutsches Fate warum er sein eigenes FATE geschrieben hat: SOTC und Diaspora ihm für seine hellenistisch-babylonische Kampagne schlichtweg zu lang oder überfrachtet mit unnötigen Regeln.

Seine Kurzregeln Der Geist Mesopotamiens findest du auf dem Campaign Wiki, oder auch als PDF.

FATE Deutschland jetzt mit Dom!

FATE Deutschland basierte ja bisher in weiten Teilen auf den Vorarbeiten für das Rollenspiel Malmsturm, welches auf FATE basiert. Zu dem Team von  Malmsturm gehört u.a. Dom. Dom kennt eigentlich jeder, denn er ist der Mensch hinter dem Rollenspiel-Almanach. Und, natürlich, ein Fan von FATE. Und als Fan hat er die „offizielle“ Internetadresse von Oliver Graf bekommen. Bisher war hinter dieser Adresse nur eine Kopie der amerikanischen Originalseite zu finden, und Oliver Graf wollte, dass die Seite mit Leben gefüllt wird.

Jetzt hat Dom seine Arbeitskraft und die URL in einen Topf mit Karstens vorhandener Seite geworfen: Dom macht jetzt bei FATE Deutschland mit und wird mit Karsten gemeinsam die Seite gestalten und unter der neuen Adresse www.faterpg.de vorantreiben. Karsten kennt man als den Kopf hinter rsp-blogs.de, www.cyberpunk2020.de und www.rollenspiel-cons.info.

Wir erhoffen uns, mit dieser Seite einen Anlaufpunkt für alle Nutzer und Freunde von FATE in all seinen Geschmacksrichtungen zu schaffen und Neueinsteigern die Start zu erleichtern. Wer Dom kennt, weiß das er eine unglaubliche Menge schafft – es wird uns also ohne Zweifel gelingen. Dennoch haben wir eine Bitte: Wenn ihr selber Material für FATE erzeugt habt (Abenteuer, Ideen, NPCs, Übersichten, Charakterbögen, Settingkonvertierungen, etc) – schickt sie uns. Wir freuen uns, dieses Material hier für alle anzubieten.

Diskussionen und Kommentare sind unter dem Artikel oder im Forum möglich.