Azzurayelos

ShadowCore – Überarbeitete Version 0.93

S:Core – den hier letztes Jahr veröffentlichten Fate Hack zum Schattenlaufen in der 6. Welt – gibt es jetzt in neuem für die digitale Darstellung auf Tablets und Webbooks optimiertem Gewand und ganz auf Deutsch (statt gruseligem Denglish). In den überarbeiteten Regeln wurde einiges an Feedback aus dem Tanelorn berücksichtigt. Ich freue mich auch nike dunk high blue satin weiterhin über konstruktives Feedback – hier oder im Tanelorn!

Mehr Infos & Downloads zu ShadowCore gibt es auf der Projektseite.

Fate Codex e-zine

Mal wieder Crowdfunding! Diesmal geht es aber nicht um das x-te Setting für Fate Core oder FAE auf Kickstarter. Mark Diaz Truman, der für Evil Hat an Fate Worlds (Timeworks) und dem Fate System Toolkit gearbeitet hat und derzeit bei Fate of the Flying Temple mitmacht, möchte ein monatliches e-zine für Fate Core rausbringen, mit Abenteuerszenarios, Essays, Extras und Kurzgeschichten. Dafür sammelt er derzeit auf patreon.com Startkapital. Anders als bei Kickstarter bietet man nicht einen festen Betrag für eine bestimmte Belohnung, sondern einen Betrag pro Ausgabe, die künftig erscheinen wird (hier: 1,99 US-$). Dieses Abo kann man jederzeit wieder beenden.

Hier lang zu Patreon.com!

The Great Way: Kickstarter-Finale mit noch mehr Fate!

Harry Connolly hat mit dem Kickstarter für seine Fantasy-Trilogie „The Great Way“ diverse Stretchgoals erreicht. Eins davon ist ein Urban-Fantasy-Roman, ein anderes ein Fate Core RPG-Supplement zu diesem Setting (zusätzlich zu dem Fate Core Supplement für das Fantasy-Setting der Trilogie). Und eine neue Twenty-Palaces-Geschichte wird es noch obendrauf geben!

The Great Way @ Kickstarter

Dragon Kings könnte Fate-Regeln bekommen!

Timothy Brown, Brom und ein paar andere Schöpfer von Dark Sun kickstarten Dragon Kings, ein neues Setting, das sich nach den ersten Eindrücken sehr nach Dark Sun (dem alten AD&D-Setting, nicht der glattgeschliffenen D&D4-Adaption) anfühlen wird. Das Setting-Material wird system-agnostisch, also ohne Regeln, produziert, Regeln für Pathfinder und Savage Worlds werden in Zusatzbänden erscheinen.

Warum das Fate-Spieler interessieren könnte? Wenn das Stretch Goal bei 75.000 $ geknackt wird, gibt es auch einen Zusatzband mit Regeln für Fate Core! Ich werde den Kickstarter im Auge behalten und Bescheid geben, falls dieses Ziel in greifbare Nähe rückt.

Dragon Kings @ Kickstarter

Fate Folio für iOS – eine Rezension

Fate Folio ist eine App für iOS – iPhone, iPod Touch und iPad – von SPQR Soft. Ich habe die App mit einem iPad 3 und iOS 7 getestet. Im App Store von Apple kostet die App derzeit 2,69 €.

Die App bietet zwei wesentliche Funktionen: Ein ausfüllbares Charakterblatt für Fate Core und FAE und einen einfachen Würfel-Simulator für 4 Fudge-Würfel. Charaktere können gespeichert und geladen werden. Außerdem lassen sich die gespeicherten Charaktere mit Dropbox synchronisieren, wenn die Dropbox-App installiert ist. Ob das tatsächlich funktioniert, konnte ich nicht ausprobieren, weil mir nur ein iOS-Gerät zur Verfügung steht.

Eine Bedienungsanleitung oder ein Tutorial sucht man vergeblich. Das ist etwas nervig, weil manche Funktionen unter nicht unbedingt intuitiv zu findenden Menüpunkten zu finden sind. Stress und Konsequenzen editiert man beispielsweise unter „Options“, ebenso wie die Dropbox-Synchronisation. Weil es nicht allzu viele Funktionen gibt, hat man alle Funktionen der App trotzdem nach kurzer Zeit verinnerlicht. Außerdem ist ein Beispiel-Charakter vorhanden, der illustriert, wie ein fertig ausgefülltes Charakterblatt aussehen soll.

Das Charakterblatt ist klassisch unterteilt wie das offizielle CharSheet von Fate Core und funktioniert hochkant oder quer, je nach Ausrichtung des iPads. Die Details von Stunts und Extras lassen sich durch Antippen aufrufen. Das sieht dann so aus:

Fate Folio - Charakterdarstellung

Fate Folio – Charakterdarstellung

Die Fatepunkte, Stresskästchen und die Konsequenzen lassen sich direkt durch Antippen abstreichen bzw. ausfüllen. Alle anderen Werte müssen durch Wahl der Option „Edit“ geändert werden. Damit sind sie vor versehentlichen Änderungen während der Spielsitzung geschützt.

Unter der Rubrik „Stories“ kann man High Concept, Trouble und die drei Phasen der Charaktererschaffung mit zugehörigen Geschichten und Aspekten festlegen. Die Aspekte werden automatisch in das Charakterblatt übernommen. Das ist komfortabel und funktioniert gut. So sieht das aus:

Fate Folio - Stories

Fate Folio – Stories

Man kann auch noch zusätzliche Aspekte (z.B. Situations-Aspekte) festlegen, die dann aber nicht mehr in das Aspekte-Fenster passen, sodass man den Text durch Wischgesten nach oben oder unten schieben muss, um die verborgenen Aspekte lesen zu können. Ich würde gerne das für meine Runde unnötige Extras-Fenster ausschalten und das Aspekte-Fenster größer machen, aber das geht derzeit nicht. Aspekte mit viel Text werden zudem leider abgeschnitten, wenn der Text breiter ist, als das Fenster – eine Anzeige des vollen Texts durch Antippen wie bei den Stunts und Extras funktioniert bei den Aspekten nicht. Hier besteht Potential für Verbesserungen.

Die Skills aus Fate Core sind bereits vorprogrammiert und können einfach ausgewählt werden, man kann aber auch eigene Skills festlegen. Die Skills werden dabei automatisch nach Fertigkeitswerten sortiert. Fertigkeitswerte in Physique und Will führen automatisch zu einer Anpassung der Stresskästchen und Konsequenzen, wenn man diese Funktion nicht manuell (unter „Optionen“) ausschaltet. Das beste an dem Skills-Fenster: Man kann einen Skill antippen und dann gleich darauf würfeln – das ist wirklich praktisch:

Fate Folio - Skillwürfe

Fate Folio – Skillwürfe

Leider kann man dem Fate Folio keine eigene Skill-Liste beibringen, sodass man von Fate Core abweichende Skills immer einzeln manuell eingeben muss.

Unter „Optionen“ kann man die Stressbalken und Konsequenzen manuell anpassen und einen dritten Stressbalken festlegen. Physical Stress und Mental Stress lassen sich aber nicht ganz rauswerfen, falls man eine Variante von Fate Core ohne diese Arten von Stress spielt.

Extras lassen sich mit einer Beschreibung, Aspekten, Stunts, Fertigkeiten, Stresskästchen und Konsequenzen versehen. Damit lassen sich die Regeln zum Basteln von Extras gut abdecken.

Unter der Rubrik „Notes“ kann man schließlich frei Textnotizen zu dem Charakter eintragen. Das entsprechende Textfeld wird von oben eingeblendet, wenn man „Notes“ antippt, und ist ansonsten unsichtbar. Das ist gut so, da es so keinen Platz wegnimmt.

Das Charakterblatt zu FAE sieht ziemlich identisch aus, wie das für Fate Core, nur dass es standardmäßig nur einen einzigen Stressbalken gibt. Über dem Kästchen für die Approaches steht auch hier „Skills“, aber hier kann man die Approaches von FAE auswählen. Eigene Approaches lassen sich natürlich auch definieren.

Mein Fazit: Eine schlichte, aber gute App ohne schwere Fehler, aber mit Spielraum für ein paar Verbesserungen. Mit Fate Folio, einer Skizzen-App wie Paper oder Notability und den PDFs von Fate Core und FAE (oder  Internet-Zugriff auf das neue Fate SRD) lässt sich Fate ganz ohne Würfel, Papier und Bleistifte spielen. Ob die Darstellung auf einem kleinen iPhone-Bildschirm auch so übersichtlich ist, wie auf dem iPad, kann ich nur schwer einschätzen (aber voraussichtlich im Oktober ausprobieren – ich werde dann berichten).

SRD für Fate Core und FAE online!

Seit ein paar Tagen ist dank Randy Oest ein vollständiges (englisches) System Reference Document (SRD) für Fate Core und Fate Accelerated Edition (FAE) im Netz. Die Seite sieht richtig gut aus und hat einen mit Hyperlinks versehenen Index, der noch detaillierter ist, als der Index der PDF-Dateien von Evil Hat.

Hier geht es zum SRD!

Schattenlaufen mit Fate Core

Nach dem Treffen mit Mr. Johnson haben die Runner stundenlang versucht, nützliche Informationen für den Shadowrun zu sammeln. Erfahren haben sie vieles, aber nichts Konkretes über die Sicherheitsmaßnahmen, die sie erwarten. Danach haben die Spieler – an Charakterspiel war nach kurzer Zeit nicht mehr zu denken – stundenlang Pläne geschmiedet und einander erklärt, weshalb diese Pläne nicht funktionieren können. Irgendwann hat man sich entnervt auf einen der allerersten Vorschläge geeinigt – weshalb dieser nicht funktionieren kann, weiß keiner mehr so genau. Jetzt stehen die Runner vor dem geheimen Konzernlabor. Genauer: Vor einer Sicherheitstür mit Magschloss. Keiner der Runner hat einen Magschloss-Knacker auf seinem Charakterblatt stehen. Der Run scheint vorbei, noch bevor er begonnen hat…

Klingt bekannt? Wegen der Häufung solcher Szenen habe ich vor langer Zeit mit Shadowrun gebrochen, obwohl ich das Setting immer noch cool finde. Jetzt bekommen die Schatten eine zweite Chance, natürlich mit Fate Core! (FC für alte System-Klassiker zu hacken, scheint ja voll im Trend zu liegen.) Der System-Hack ist fertig, bald wird es losgehen! Mir kommt es vor allem darauf an, langwierige und ergebnislose Beinarbeits- und Planungs-Szenen zu vermeiden. Ich will, dass die Spieler die Informationen bekommen können, die sie brauchen, um einen Run zu planen. Dass sie zügig einen Plan entwerfen können, ohne an jedes Detail denken zu müssen. Dass Beinarbeit und Planung sich dann auch im Spiel bezahlt machen und der Run trotzdem eine Herausforderung ist. Und, ganz wichtig, dabei als Spielleiter möglichst wenig Arbeit bei der Vorbereitung haben, wir spielen ja Fate!

Hier die Links zum Fate-Hack und einem Charakterblatt. Mich würde interessieren, was ihr davon haltet – ganz besonders, falls ihr dazu kommt, den Hack im Spiel zu testen!

Mehr Infos & Downloads zu ShadowCore gibt es auf der Projektseite.