Tianxia #23: Samurai – Neue Stile

Die Kampfkünstler von Shenzhōu sind sicher stolz ihre Martial-Arts-Tradition. Fragt nur den letzten Teehausschläger, der mehr unter dem selbstgefälligen Grinsen eines Xia gelitten hat als unter dessen schwungvollen Tritten. Einem solchen Kung-Fu-Snob vergeht das Lachen, sobald er sich gegen den exotischen Kampfstil eines Samurai wehren muss. Kampfkunst überspannt Grenzen und Kulturen – die Element- und Körperstile des Kaiserreiches werden bei den Samurai des Ostens mit ebensolchem Eifer unterrichtet wie in den Dojos in Zhōngzhōu. Darüber hinaus hat die Kriegerkultur jenseits des Meeres einige einzigartige Stil hervorgebracht. Viel Raum für philosophischen Disput also, der mit Vorliebe mit Faust und Klinge ausgetragen wird: Wenn Wuxia auf Chanbara trifft, fliegen eben die Fetzen.

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Tianxia #22: Samurai – Wuxia trifft Chanbara

Tianxia ist voller Gewalt.

Das klingt erst einmal hart. Aber seien wir doch ehrlich: Einen großen Teil des Reizes einer guten Wuxia-Story machen die furiosen Kampf-Choreographien aus. Sicher ist das nicht alles. Wir hätten da noch die gesellschaftskritischen Untertöne, das zwischenmenschliche Drama, die Jahrhunderte fernöstlicher Philosophie. All das steckt im Wuxia, gar keine Frage. Letztlich sind diese Dinge aber häufig eins: Treibstoff für die körperlichen Auseinandersetzungen.

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Tianxia #20: Samurai – Eine Medienliste

Blut auf weißer Seide
Ob es sich jetzt um Yojimbo, Zatoichi oder Mugen dreht: Samuraikino ist Heldenkino. In dieser Hinsicht sind sich chinesischer und japanischer Kampfkunstfilm durchaus einig. Was man im Chanbara aber gemeinhin als Held bezeichnet, unterscheidet sich in beiden Spielarten des Kampfkunstfilms aber durchaus. Natürlich, beide treten für das Gute ein. Beide schützen die Schwachen. Und beide folgen dem Ideal des ehrenhaften, opferbereiten Kriegers. Und doch ist der Chanbara-Held insgesamt eine ganz andere Kante als der Xia chinesischer Prägung.

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Tianxia #18: Samurai – Eine Einleitung

In einem früheren Blog-Artikel zu „Tianxia‟ hat Dominik bereits die Comicserie „Usagi Yojimbo‟ zur Sprache gebracht – und mir damit den Weg zu diesem Artikel geebnet. Denn denkt man sich die Hasenohren, das weiße Fell und den Puschel am Hintern weg, ist Usagi ein ganz typischer Protagonist japanischer Samurai-Geschichten. Seit den späten 50er Jahren sind diese Geschichten dank der Pionierarbeit einiger Filmemacher auch bei uns ein Begriff. Und weil es sich bei den Samurai um heldenhafte, asiatische Schwertkämpfer dreht, müssen sie sich doch eigentlich wunderbar in „Tianxia‟ einbinden lassen, oder?

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