Gabrieliten

Die Streiter des Herrn

Dem Erzengel Gabriel wurde von Gott befohlen, den heiligen Garten zu bewachen. Da seine Wacht einsam war, nahm der Herr einen Teil der Engelsseele und schuf daraus einen Bruder, Samael, der fortan neben dem geschlechtslosen Gabriel wachen sollte. Da Gabriel nun mit einer halben Seele leben musste, brach der Herr einen Zweig vom Baum des Lebens und reichte ihn seinem Engel. Die Kraft Gabriels flutete diesen Ast und ließ ihn brennen.

 Gabrieliten ‒ Die Streiter des Herrn
Ordenssitz: Nürnberg
Ordensoberhaupt: Em Susat
Ordensfarbe: Schwarz
Ordenssymbol: Flammenschwert

 

Auf dieser Geschichte beruht ein großer Teil der Wahrnehmung des Ordens. Die Gabrieliten sehen sich als Beschützer an, die mit ihrem Zorn und dem flammenden Schwert in ihren Händen das Unrecht von der Welt tilgen. Sie verstehen sich als eine Einheit, die einen festen Willen und eine klare Aufgabe hat ‒ und nichts kann sie dabei ins Wanken bringen. Außerdem ist eine tiefe Verbundenheit zu dem Orden der [Samaeliten] aus dieser Geschichte erwachsen und damit ein großer Schmerz, als der Himmel in Korsika verloren wurde und die Samaeliten in den Rauch gingen. Bis heute gedenken sie ihrer Brüder bei Festen und Ritualen.

 

Die Gabrieliten stellen das gefürchtete Heer der Angelitischen Kirche dar. Ihre Templer sind furchtlos und unaufhaltsam im Kampf und ihre Zahl ist groß. Aufgrund des Rufes, die mächtigste Streitmacht gegen die Traumsaat zu besitzen, neigen Flüchtlinge dazu, sich in Nürnberg, der Hauptstadt des Ordens, anzusiedeln und hinter den mächtigen Mauern Schutz zu suchen. Das führt dazu, dass der Moloch, wie die Stadt genannt wird, immer mehr anwächst und immer unübersichtlicher wird.

 

Nicht anders als bei den Templern des Ordens ist es bei den Engeln. Nahezu ihre gesamte Ausbildung setzt sich mit der Schulung des Kampfes und des Gehorsams auseinander. Von nun an sollen die Todesengel, wie man diese zürnenden Gottesboten nennt, dem Michaeliten der Schar der Schwertarm, der Schar ein Wächter und unter dem gemeinen Volk gefürchtet sein.

 

Um die Angst in den Herzen der Menschen mehr zu schüren, tragen Gabrieliten einen schwarzen Kriegsrock. Viele färben ihre Haare rot wie das Feuer und binden sie mit einem schwarzen Kopftuch zurück. Auch ihre Arme sind oft von schwarzem Tuch umwunden und die Schulterplatte, die sie tragen, ist ungleich wuchtiger als die der Michaeliten ‒ vor allem aber weniger kunstvoll gestaltet. Als Waffe führt jeder Gabrielit ein Flammenschwert mit sich, das einen Teil seiner Seele für ihn bedeutet. Kein Gabrielit würde leichtfertig riskieren, dieses Schwert zu verlieren oder es auch nur freiwillig aus der Hand geben.

Ihre zornige aber loyale Art ist in aller Munde. So spricht man im gemeinen Volk davon, dass Gabriels Zorn einen richtet, sollte man sich gegen das Kirchengesetz versündigen ‒ aber man betet auch zu diesem Erzengel, sollte man sich in einer Gefahrensituation Schutz gegen den Feind erhoffen. Die Engel selbst verkehren wenig mit den Menschen. Oft lernen sie nicht einmal ihre Sprache und halten sich aus Gesprächen weitestgehend heraus.

In der Schar sind sie meist eher als hitzköpfig und aufbrausend bekannt. Oft kann es sein, dass ein Gabrielit sich seiner Meinung sicher ist und sich daher im Recht wähnt, während der Michaelit einen anderen Kurs einzuschlagen gedenkt. Es kommt nicht selten vor, dass zwischen dem Gabrieliten und dem Michaeliten in diesem Punkt eine hitzige Diskussion aufflammt.

 

Die Engelskräfte der Gabrieliten

  •          … entfesseln vernichtende Angriffe.
  •          … kontrollieren das Schlachtfeld und halten Gegner in Schach.
  •          … verleihen übermenschliche Athletik und kontern gegnerische Angriffe.
  •          … verleihen übermenschliche Hartnäckigkeit und Kraft.