Lichtbringer adaptiert das Harry-Potter-Universum (6): Vorgefertigte Harry-Potter-Figuren

Unsere Harry-Potter-Adaption für Turbo-Fate ist weiterhin einer der erfolgreichsten Texte auf diesem Blog. Offenbar sind wir nicht die Einzigen, die Rowlings Zauberwelt mit Begeisterung erlebten.

Deshalb stellen wir hier acht (Spieler-)charaktere vor, die ihr direkt verwenden oder als Inspirationsquelle nützen könnt. Darunter sind zwei aus jedem Haus, und es sind vier Jungen und vier Mädchen. Regeltechnisch halten sich die Figuren an unsere Adaption.

Alle Figuren befinden sich im dritten Schuljahr im Jahre 2015. Bei der Festlegung des Alters gehe ich davon aus, dass die Handlung in etwa um Halloween einsetzt, so dass die meisten 13 Jahre alt sind, aber einige schon 14.

Im Download-Bereich (und am Ende dieses Artikels verknüpft) findet ihr ausgefüllte Charakterblätter zu diesen acht Figuren.

 

Andrea(s) Zabini – Emo mit magischem Blick

Weil er Teile seiner Jugend in Deutschland verbrachte, nennt sich Andrea Zabini gelegentlich Andreas, da sein italienischer Vorname doch gelegentlich für einen Mädchennamen gehalten wird. Und er hat nun wirklich schon genug mit dummen Gerüchten wegen seines Namens zu kämpfen.

Sowohl seine Großmutter Serena, als auch sein Vater Blaise sind dafür bekannt, siebenmal geheiratet zu haben und jeden der Partner beerdigt zu haben. Deshalb streut die Presse seit Jahren das Gerücht, die beiden wären so etwas wie Schwarze Witwen. Die wirkliche Erklärung ist kein Geheimnis (wer nett fragt, bekommt sie gerne erklärt), wird aber oft verdrängt, weil viele Leute sie gruselig finden: Die Zabinis haben eine Art magischen Blick, mit dem sie die Gesundheit einer Person erkennen können. Vor allem tödliche Krankheit fällt ihnen leicht auf.

Und wie sein Vater Andrea erklärte: „Wenn man den Tod seiner Mitmenschen kommen sehen kann, dann hat man zwei Möglichkeiten, damit umzugehen: Entweder wird man auf Dauer depressiv oder man entwickelt einen Fetisch dafür.“

Und genau das ist die Erklärung. Anstatt der Depression zu verfallen, haben Serena und Blaise beide eine romantische Begeisterung für Sterbenskranke entwickelt. Aus einer dieser Ehen ist Andrea entstanden. Seine Mutter verstarb wenige Wochen nach seiner Geburt. Ihr letzter Wunsch war, ein neues Leben in die Welt zu bringen.

Mit diesem Erbe konfrontiert, hat sich Andrea zu einem melancholischen Emo entwickelt, der sich das Haar schwarz färbt und sich bleich schminkt. Er ist trotzdem ein sehr freundlicher Mensch. Das Leben ist zu grausam und kurz, um unfreundlich zu seinen Mitmenschen zu sein.

In dieser Einstellung wurde er bestätigt, als vor wenigen Monaten die ersten Ansätze des Zabini-Blicks in ihm erwachten. Auch er wird besser und besser darin, die Gesundheit anderer zu erkennen.

Dazu kommt aber noch eine weitere Fähigkeit, die sein Vater so nicht hatte: Weil er schon in jungen Jahren davon ausging, einmal „Hellseher“ zu werden, hat er früh begonnen, seine Beobachtungsgabe zu schulen. Er würde es seinem muggelfeindlichem Vater nie beichten, aber sein großes Vorbild ist Sherlock Holmes. Dessen Fertigkeit hat er noch lange nicht erreicht, aber er arbeitet daran.

 

Haus: Slytherin; Alter: 13; Klasse: 3; Eltern: Z/H(†)

 

Konzept: melancholischer „Hellseher“

Dilemma: Mein Name und meine Emo-Ausstrahlung wecken oft Misstrauen.

Das Leben ist zu grausam und kurz, um unfreundlich zu seinen Mitmenschen zu sein.

 

Flink +1 / Kraftvoll +0 / Scharfsinnig +2 / Sorgfältig +1 / Tollkühn +0 / Tückisch -1

 

Erholungsrate: 3

 

Stunt: Der Zabini-Blick: Weil ich eine magische Begabung habe, kann ich einmal pro Sitzung den Gesundheitszustand einer Person (inkl. aller Aspekte) sofort erkennen.

 

Arachnophilia Scamander – fröhliche Tierliebhaberin mit wenig Risikobewusstsein

Es ist schwer, diese quirlige (und ständig auffällige) Hufflepuff nicht zu mögen. Immer fröhlich und positiv eingestellt und für fast alles zu begeistern, erhellt sie jeden Raum.

Ihre größte Liebe gilt aber magischen Tierwesen und anderen Tieren. Sie war schon Musterschülerin in Pflege magischer Geschöpfe in der ersten Klasse, obwohl man dieses Fach erst in der dritten Klasse offiziell belegen darf. Als nahe Verwandte von Newt Scamander liegt es ihr geradezu im Blut. Nicht umsonst ist sie Hagrids Lieblingsschülerin.

Das mag auch daran liegen, dass sie in etwa das Sicherheitsbewusstsein des Halbriesens an den Tag legt. Aus ihrer Sicht sind Trolle beeindruckend, Drachen spannend, Greife wunderschön und Acromantulas tief missverstandene Geschöpfe. Sie ist entsprechend gut im Ausweichen, sollte es mal zu einem kleinen Unfall kommen oder eins der Geschöpfe einfach nur spielen wollen. Für Arachnophilia sind alle Zoos Streichelzoos. Auch Tiger brauchen Liebe.

Obwohl sie mit ihrer Tante Luna Scamander (geborene Lovegood) nicht blutsverwandt ist, sieht sie ihr überraschend ähnlich. Arachnophilia nimmt es mit Humor, auch wenn sie Tante Luna manchmal seltsam findet. Warum sollte man neue Tierarten entdecken wollen (und damit in ihrem Habitat stören), wenn es noch so viel mit den bereits bekannten zu erleben gibt?

 

Haus: Hufflepuff; Alter: 14; Klasse: 3; Eltern: Z/H

 

Konzept: quirlige Tierliebhaberin

Dilemma: kein Risikobewusstsein

Professor Hagrid hilft mir doch gerne.

 

Flink +2 / Kraftvoll +1 / Scharfsinnig +0 / Sorgfältig +0 / Tollkühn +1 / Tückisch -1

 

Erholungsrate: 3

 

Stunt: Der will doch nur spielen!: Weil ich regelmäßig Bestien ausweichen muss, bekomme ich einen Bonus von +2, wenn ich einem Angriff durch ein Tierwiesen ausweiche und dabei flink verteidige.

 

Jeremy Winters – sozial naiver Bastler

Jeremy Winters ist ein sehr widersprüchlicher Junge. Das fängt schon damit an, dass er als Halbblut sehr unterschiedlich von seinem Muggelvater und seiner magischen Mutter beeinflusst wurde. Von seiner Mutter lernte er alle Details und Wunder der magischen Welt kennen, die er viel mehr schätzt als die Muggelwelt. Seine Mutter gab Jeremy mit, worüber er nachdenkt.

Aber sein Vater brachte seinem Sohn bei, wie er nachdenken sollte. Jeremys Vater ist ein Ingenieur amerikanischer Herkunft, der im Kernkraftwerk Heysham arbeitet. Und er brachte seinem Sohn kritisches Denken und kreatives Problemlösen bei.

So ist Jeremy heute ein aspirierender magischer Ingenieur, der ständig Zaubergegenstände bastelt und neue Magie entwickeln will. Wie gut ihm das gelingt, ist bei einem Drittklässler natürlich eine andere Frage.

Als Junge, der am liebsten seinen Kopf einsetzt, landete er zu niemandes Überraschung in Ravenclaw. Leider bestätigt er ein wenig das Klischee des sozial ungeschickten Ravenclaws. Dabei ist Jeremy eigentlich ein ruhiger, freundlicher Junge. Er kommt nur immer wieder in Schwierigkeiten, weil er nicht versteht, warum Leute nicht einfach alle Freunde sind. Deshalb lässt er sich gelegentlich ausnutzen. Und wenn sich zwei Mitschüler streiten, dann versucht er immer sie zu versöhnen und nimmt keine Seite ein. Das wird ihm eher übel genommen als hoch angerechnet.

Ein wenig im Kontrast dazu steht sein Obrigkeitsglaube. Seit er vor ein paar Monaten Thomas Hobbes’ Leviathan gelesen hat, kommt er zunehmend zu dem Schluss, es müsse eine starke Zentralgewalt geben, damit alle Freunde zueinander sein könnten.

Dazu passt auch, dass er sich ziemlich in Professor Victoria Adams verknallt hat. Ihre Strenge und Intelligenz ziehen den jungen Ravenclaw einfach an.

 

Haus: Ravenclaw; Alter: 13; Klasse: 3; Eltern: M/H

 

Konzept: sozial naiver Bastler

Dilemma: Wir sollten doch alle Freunde sein.

in Professor Adams verknallt

 

Flink +0 / Kraftvoll +0 / Scharfsinnig +2 / Sorgfältig +1 / Tollkühn +1 / Tückisch -1

 

Erholungsrate: 3

 

Stunt: MacGyver ist mein Held.: Weil ich ständig magische Dinge bastle, kann ich einmal pro Sitzung ein Problem durch ein geschicktes Provisorium lösen.

 

Kimberly Smith – hochpubertierende Gryffindor

Kimberly Smith, die Tochter von Zacharias Smith und der Muggelfrau Natalie (geborene Edwards), ist es gewohnt, immer die Älteste unter ihren Klassenkameraden zu sein. Sie wurde am 2. September geboren und hat daher stets am zweiten Tag des Schuljahres Geburtstag. Insofern ist es vielleicht passend, dass sie sich als erwachsenste Schülerin des Jahrgangs sieht.

Dass sie gerade so richtig durch die Pubertät geht, macht die Sache nicht leichter. Sie ist stets darauf beachtet, erwachsen zu wirken und auf keinen Fall kindisch zu sein. Seit neuestem lehnt sie auch den Spitznamen Kim ab, den sie früher immer trug. Sie meint, eine junge Frau sollte mit ihrem richtigen Namen angesprochen werden.

Trotz oder vielleicht gerade wegen des Eifers, mit dem sie auf ihren Ruf achtet, ist sie bei ihren Mitschülern recht beliebt. Dass sie als erstes der Mädchen Brüste entwickelte, war hier bei der Hälfte ihrer Mitschüler ebenfalls hilfreich.

Überhaupt entwickelte Kimberly schon Ende des letzten Schuljahrs deutliche romantische und sexuelle Interessen. (An welchem Geschlecht, das sei dem Spieler überlassen.) Das beeinflusst ihr Handeln und Denken maßgeblich.

 

Haus: Gryffindor; Alter: 14; Klasse: 3; Eltern: Z/M

 

Konzept: hochpubertierendes Mädchen

Dilemma: Benimmt sich erwachsener als echte Erwachsene.

Entdeckt langsam ihre Sexualität.

 

Flink +1 / Kraftvoll -1 / Scharfsinnig +0 / Sorgfältig +1 / Tollkühn +2 / Tückisch +0

 

Erholungsrate: 3

 

Stunt: Charme: Weil ich wirklich hübsch und gepflegt bin, bekomme ich einen Bonus von +2, wenn ich mit jemandem rede und dabei sorgfältig einen Vorteil erschaffe.

 

Michael Munroe – musikalische Frohnatur

Der muggelstämmige Michael Munroe war schon der Klassenclown, als er noch auf eine gewöhnliche Schule ging. In Hogwarts hat sich das nicht gerade abgeschwächt. Der Gryffindor ist bei allen Lehrern als Störer bekannt. Wobei er allerdings nie mit Zauberei für Spaß sorgt (dafür ist seine Magie viel zu unsubtil). Nein, er macht Witze und komische Sprüche, deren Qualität doch sehr schwankt. Von wirklich schlechten Wortspielen bis zu derart scharfsinnigem Sarkasmus, dass selbst die Lehrkraft lachen muss, ist wirklich alles dabei.

Dafür verwendet er auch gerne seine musikalische Begabung. Nicht nur kann Michael ziemlich gut singen, er spielt auch Gitarre und Ukulele mit einigem Talent. Am liebsten nimmt er bekannte Muggellieder und dichtet witzige Texte dazu.

Eine Kostprobe wäre (zu der Melodie von Cat Stevens Lady D’Arbanville):

„Avada Kedavra,

das ist ein Zauberwort.

Es ist ja so mächtig,

es zaubert Deppen fort,

es zaubert Deppen fort.“

Der Rest des Lieds geht so weiter. Es schildert im Endeffekt, der Hauptgrund dafür, dass der Todesfluch unverzeihlich ist, sei, dass er das einzige Heilmittel für chronische Idiotie sei. Und daran könne dem Ministerium ja nun wirklich nicht gelegen sein…

Ein wenig im Kontrast zu seiner Raffinesse im Humor steht Michaels Einsatz von Zauberei. Vielleicht weil er in der Muggelwelt aufwuchs, fehlt ihm das Gespür für die Feinheiten und die indirekten Wirkungen, die man mit Magie meistern kann. Seine Zauberei leidet häufig an dem Ansatz, mit dem Kopf durch die Wand zu wollen.

Überhaupt fällt es dem Sohn eines Bierbrauers und einer Mathematikerin auch nach über zwei Jahren immer noch schwer, sich in die magische Welt so richtig hineinzudenken. Oft ist er einfach auf den ersten Blick als Muggelgeborener zu erkennen.

 

Haus: Gryffindor; Alter: 13; Klasse: 3; Eltern: M/M

 

Konzept: musikalischer Klassenclown

Dilemma: so subtil wie ein Klatscher

So richtig verstehe ich die Zauberwelt immer noch nicht.

 

Flink +0 / Kraftvoll +2 / Scharfsinnig +1 / Sorgfältig -1 / Tollkühn +1 / Tückisch +0

 

Erholungsrate: 3

 

Stunt: Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!: Weil ich jeden aufheitern kann, kann ich einmal pro Sitzung alle geistigen Konsequenzen eines Mitmenschen verschwinden lassen, indem ich ihn zum Lachen bringe.

 

Sophia-Anne Flint – leicht manipulative Sportskanone

Wie die Tochter von Marcus Flint und Hestia Flint (geborene Carrow) im Haus Hufflepuff landete, verwirrt Mitschüler und Lehrer gleichermaßen. Vermutlich waren es der Eifer und extreme Fleiß, den die Sportskanone in ihre Quidditch-Fähigkeiten steckt. Die Treiberin für ihre Hausmannschaft hat sich nämlich fast fanatisch diesem Sport verschrieben. Und ihr durchtrainierter Körper kann es durchaus mit Schülern aufnehmen, die zwei oder drei Jahre älter sind als sie.

Ansonsten ist Sophia-Anne sehr ehrgeizig und auch gelegentlich manipulativ, um ihre Ziele zu erreichen. Eine besondere Technik, die sie dafür einsetzt, ist hier besonders erfolgreich: Wenn sie sich mit jemandem streitet, ist sie sehr gut darin, ihrem Gegenüber einzureden, er wäre irrational und solle nicht so unbeherrscht reagieren und auf sie hören. Dieser Methode hat sie sich von ihrem Vater abgeschaut, der seine Ehefrau unter seiner Kontrolle hält, indem er ihr vermittelt, sie wäre zu unbeherrscht und bräuchte ihn, um vernünftig zu bleiben.

Ebenfalls von ihrem Vater hat die reinblütiger Hexe ihre leichten Blutpuristentendenzen übernommen. Nach dem Krieg wurden solche Einstellungen gesellschaftlich sehr negativ gesehen, weshalb Marcus und Hestia versuchen, sich ihre Überzeugungen nicht zu deutlich anmerken zu lassen. Aber ein wenig hat es dann doch auf ihre Tochter abgefärbt. Nicht, dass die beiden das schlecht fänden.

 

Haus: Hufflepuff; Alter: 13; Klasse: 3; Eltern: Z/H

 

Konzept: leicht manipulative Sportskanone

Dilemma: wirklich dickköpfig

Reinblüter sind mir schon etwas lieber.

 

Flink +1 / Kraftvoll +1 / Scharfsinnig +0 / Sorgfältig -1 / Tollkühn +0 / Tückisch +2

 

Erholungsrate: 3

 

Stunt: Nun sei doch vernünftig!: Weil ich meinem Gegenüber gut einreden kann, er verhalte sich irrational, bekomme ich einen Bonus von +2, wenn ich mit jemandem rede und dabei einen tückischen sozialen Angriff ausführe.

 

Tobias Maxwell – braver Musterschüler

Tobias Maxwell ist nicht nur Ravenclaw aus Überzeugung. Er ist auch der absolute Musterschüler seines Jahrgangs – artig, beherrscht, gebildet, fleißig und freundlich. Die Lehrer lieben ihn nicht nur wegen seines Verhaltens, sondern eben wegen seiner enormen Lernbereitschaft. In jedem Fach arbeitet er oft Monate voraus. Zum Beispiel kann er sich mittlerweile sehr gut in der Muggelwelt zurechtfinden, auch wenn er erst im Fach Muggelkunde mit ihr in Kontakt kam. Aber diese Bildungslücke motivierte ihn umso mehr, sich in die Arbeit zu stürzen.

Das Bild seiner Mitschüler von ihm ist zwiespältig. Weil er ruhig und umgänglich ist, mögen ihn viele oder lassen ihn zumindest in Ruhe. Er hat als absoluter Musterschüler aber auch mit dem einen oder anderen Neider zu kämpfen, der ihn verhexen oder anders angreifen mag.

Tobias wehrt sich in Maßen dagegen, setzt aber vor allem auf die Lehrkräfte, ihn zu schützen. Er hat somit ein großes Vertrauen in die Obrigkeit und unterfüttert diese Einstellung auch mit sachlichen Argumenten. Obwohl es ein Muggelbuch ist, stellte er seinem besten Freund Jeremy Winters begeistert das Werk Leviathan von Thomas Hobbes vor. Er erwartet, dass die Hierarchie seine Rechte gewähren und schützen wird.

Dass er diesen Schutz von Minderheiten durch die staatliche Ordnung erwartet, könnte vielleicht damit zusammenhängen, dass seine Eltern ein schwules Zaubererpaar sind. Das glaubt Tobias aber eher nicht. Er hält diese Tatsache seines Elternhauses für wenig relevant und erwähnenswert.

 

Haus: Ravenclaw; Alter: 13; Klasse: 3; Eltern: Z/Z

 

Konzept: fleißiger, braver Musterschüler

Dilemma: Die Obrigkeit wird das schon richten.

Jeremy Winters ist mein bester Freund.

 

Flink +1 / Kraftvoll +0 / Scharfsinnig +1 / Sorgfältig +2 / Tollkühn +0 / Tückisch -1

 

Erholungsrate: 3

 

Stunt: Davon habe ich gelesen.: Weil ich wahnsinnige viele Dinge schon aus Büchern kenne, kann ich einmal pro Sitzung in einer Situation statt einer anderen Methode sorgfältig vorgehen. (Die sorgfältige Vorbereitung führte ich sozusagen schon beim Lesen durch.)

 

Zuzanna Kaminska – Fleißiges Halbblut und Werwolf mit Syn-Sympathien

Dass diese junge Hexe zumindest am Rande der Zauberwelt aufwuchs, ist eine der größten Errungenschaften ihres Vaters. Als Tochter eines Squibs und einer Muggelfrau wären ihre Chancen, an der magischen Welt teilzuhaben, so oder so schlecht gewesen. Dass Zuzannas Eltern polnische Einwanderer sind, erhöhte die Herausforderung noch einmal gewaltig.

Doch irgendwie gelang es ihrem Vater, trotz seiner Stellung als Ausgestoßener jener Welt, seine Tochter in diese zu integrieren. Sie lernte die Institutionen und Gebräuche kennen und machte sogar einige Bekanntschaften. Von Freundschaft zu reden, könnte hier etwas übertrieben sein. Aber trotzdem stand sie mit einem Bein in der Zauberwelt, während sie durch ihre Mutter auch in der Gesellschaft der Muggel aufwuchs. Die ersten Jahre ihres Lebens sah es so aus, als könnte Zuzanna auf Dauer in zwei Welten existieren.

Doch dann kam es zu zwei Ereignissen, die sie fest in die magische Welt stießen und wieder herausholten: Mit acht Jahren zeigte sie zum ersten Mal Anzeichen spontaner Magie, die absolut unmissverständlich waren. (Im Rückblick stellten ihre Eltern fest, erklärte es so einiges, dass ihre Tochter wirklich eine Hexe war. Aber sie hatten diese kleinen Anzeichen immer wegerklärt, weil sie sich keine falschen Hoffnungen machen wollten.)

Kaum ein Jahr später wurde das junge Mädchen von einem Werwolf gebissen und mit Lykanthropie angesteckt. Die Rechte von Werwölfen hatten sich in den Jahren davor erheblich gebessert, aber wirklich akzeptiert waren die Erkrankten bei Weitem noch nicht. So musste die junge Hexe gleichzeitig lernen, wie sie mit ihrer Krankheit umzugehen hatte, und wie mit der Diskriminierung. Nachdem ihre magische Begabung erkannt worden war, hatte sie gehofft, nie wieder als Außenseiterin dazustehen.

Zuzannas Reaktion auf diese Lage war zweierlei: Zum einen wurde sie extrem ehrgeizig und fleißig. Sie fasste den festen Beschluss, sich ihren Platz in der Gesellschaft zu erringen. Es überraschte wirklich niemanden, als der Hut sie nach Slytherin schickte.

Zum Anderen wandte sie sich wieder mehr der Muggelwelt zu, in der solche Vorurteile gegenüber Werwölfen nicht vorkamen. Natürlich ist sie auch nicht naiv, als Kind polnischer Einwanderer ist ihr völlig klar, dass Muggel ebenso fremdenfeindlich sein können. So sieht sie sich mittlerweile klar als Kind zweier Welten. Unzufrieden mit dem Status Quo des magischen Britanniens ist es vielleicht kein Wunder, das sie gelegentlich Sympathien zu den Syns äußert.

Es ist an der Schule allgemein bekannt, dass Zuzanna Kaminska ein Werwolf ist. Die Lehrer achten sehr bewusst darauf, dass sie deswegen nicht angefeindet wird. Sie lernte sogar andere Werwölfe unter den Schülern kennen. (Einige davon bilden so eine Art Rudel, mit dem Zuzanna befreundet ist, auch wenn kein festes Mitglied sein möchte.)

Trotz all dieser Akzeptanz ist die Schule natürlich kein perfekter Ort. Auch hier wird sie gelegentlich beleidigt und ausgegrenzt. Für jene, die sie für gefährlich halten, weil sie ein Werwolf ist, hat sie ein paar klare Worte über: „Du hast Recht. Einmal pro Mondphase verwandle ich mich in ein gefährliches Monster – in die gefährlichste Kreatur der ganzen Welt, so gefährlich das nichts auch nur annährend an sie heranreicht: einen Menschen. Und wenn du glaubtest, der Satz hätte irgendwie anders enden können, hast du überhaupt keine Ahnung, was eigentlich gefährlich ist. Ohne Wolfsbann ist ein verwandelter Werwolf nur eine Bestie. Er entwickelte keine Pläne, verwendet keine Strategie oder Taktik, kann keine Waffen einsetzen. Dass man Bestien am gleichen Ort halten kann wie Menschen, ist der Gedanke hinter Zoos. Aber Menschen sind anders. Menschen sind wirklich gefährlich. Werwölfe führen keine Kriege, errichten keine Konzentrationslager, halten keine Sklaven. So etwas machen nur Menschen. Insofern (zieht ihren Stab), solltest du dir vielleicht gut überlegen, zu welchem Teil der Mondphase du mich provozierst.“

 

Haus: Slytherin; Alter: 13; Klasse: 3; Eltern: S/M

 

Konzept: ehrgeiziger Werwolf

Dilemma: oft wütend auf den Status Quo

Ich habe Schwierigkeiten, Leuten zu vertrauen.

 

Flink -1 / Kraftvoll +0 / Scharfsinnig +1 / Sorgfältig +2 / Tollkühn +0 / Tückisch +1

 

Erholungsrate: 3

 

Stunt: Angst vor dem Wolf: Weil trotz allem viele Leute vor mir Angst haben, bekomme ich einen Bonus von +2, wenn ich mit jemandem einschüchtern will und dabei einen kraftvollen sozialen Angriff ausführe.

Vorgefertigte Harry-Potter-Figuren

Download Vorgefertigte Harry-Potter-Figuren

Unsere Harry-Potter-Adaption für Turbo-Fate ist weiterhin einer der erfolgreichsten Texte auf diesem Blog. Offenbar sind wir nicht die Einzigen, die Rowlings Zauberwelt mit Begeisterung erlebten.

Deshalb stellen wir hier acht (Spieler-)charaktere vor, die ihr direkt verwenden oder als Inspirationsquelle nützen könnt. Darunter sind zwei aus jedem Haus, und es sind vier Jungen und vier Mädchen. Regeltechnisch halten sich die Figuren an unsere Adaption.

Alle Figuren befinden sich im dritten Schuljahr im Jahre 2015. Bei der Festlegung des Alters gehe ich davon aus, dass die Handlung in etwa um Halloween einsetzt, so dass die meisten 13 Jahre alt sind, aber einige schon 14.

HarryPotter-vorgefertigteSCs.pdf
Sprachen:Deutsch
Anforderungen:PDF Reader
Kategorie:Fate Core, Turbo-Fate, Fate Accelerated
Datum:28. August 2018

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